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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Falscher Umsatzsteuersatz: Die Folgen für Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug

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Steuer Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Das kommt immer wieder vor: In einer Rechnung wird die Umsatzsteuer falsch ausgewiesen. Hier geht es um die Fälle, in denen Sie als leistender Unternehmer in einer Rechnung einen höheren Steuerbetrag ausweisen, als Sie nach dem Umsatzsteuergesetz (UStG) schulden.

Das kommt im Betriebsalltag immer wieder vor: In einer Rechnung wird die Umsatzsteuer falsch ausgewiesen. Hier geht es um die Fälle, in denen Sie als leistender Unternehmer oder ein von Ihnen beauftragter Dritter in einer Rechnung einen höheren Steuerbetrag ausweisen, als Sie nach dem Umsatzsteuergesetz (UStG) schulden. Die Folge ist, dass Sie in diesen Fällen zusätzlich zur richtigen Umsatzsteuer auch den zu Unrecht ausgewiesenen Mehrbetrag schulden (§ 14c Abs. 1 UStG).

Falscher Umsatzsteuersatz: Frage des Verschuldens spielt keine Rolle

Achtung: Warum im konkreten Einzelfall z. B. 19 % statt 7 % Umsatzsteuer berechnet wurden, ist unerheblich. Auch die Frage des Verschuldens spielt grundsätzlich keine Rolle. Diese Regelung gilt für alle Unternehmer, die zum gesonderten Steuerausweis berechtigt sind und für eine Lieferung oder sonstige Leistung einen Steuerbetrag in der Rechnung gesondert ausgewiesen haben, obwohl sie für diesen Umsatz keine oder eine niedrigere Steuer schulden.

Achtung: Dies gilt unabhängig davon, ob die Rechnung alle gesetzlich erforderlichen Angaben enthält oder nicht. Unverzichtbar ist allerdings die Angabe des Entgelts als Grundlage der gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer.

Falscher Umsatzsteuersatz: Folgen für den Vorsteuerabzug

Als Leistungsempfänger können Sie eine zu hoch ausgewiesene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen. Das gilt auch in den Fällen, in denen Umsatzsteuer für einen nicht steuerbaren oder einen steuerfreien Umsatz gesondert ausgewiesen wird. Gleiches gilt, wenn in Rechnungen über Kleinbeträge ein zu hoher Steuersatz oder in Fahrausweisen ein zu hoher Steuersatz oder fälschlich eine Tarifentfernung von mehr als 50 Kilometern angegeben ist.

Falscher Umsatzsteuersatz: Verlangen Sie eine berichtigte Rechnung

Praxis-Tipp: Es steht Ihnen als Leistungsempfänger aber generell frei, eine berichtigte Rechnung zu verlangen, beispielsweise eine Rechnung mit der korrekt ausgewiesenen Umsatzsteuer. Die Regelung des § 14c Abs. 1 UStG ist auch auf Gutschriften anzuwenden, wenn also der Leistungsempfänger und nicht der leistende Unternehmer die Lieferung oder sonstige Leistung abrechnet. Vorausgesetzt, diese beiden Vorgaben sind erfüllt: Die Abrechnung per Gutschrift wurde vorher vereinbart und der leistende Unternehmer als Empfänger der Gutschrift widerspricht nicht dem zu hohen Steuerbetrag.

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