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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Forderung abgetreten? Vorsicht Umsatzsteuerfalle

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Von Midia Nuri,

Nehmen wir an, Sie haben Vorsteuern gezahlt und können diese auf einer Eingangsrechnung ausweisen. Das Risiko, das ein Betriebsprüfer Ihnen den Vorsteuerabzug streicht, haben Sie dabei selbst, wenn auf der Rechnung kein Fehler ist. Wenn Ihr Lieferant nämlich die Forderung abgetreten hat. Zu einer Entgeltminderung kommt es dabei nämlich nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) nur, wenn die Forderung uneinbringlich ist (Az. V R 15/09).

 

Hat ein Kunde die Umsatzsteuer aus der abgetretenen Forderung nicht ans Finanzamt abgeführt und wird zwischenzeitlich insolvent, nimmt das Finanzamt den Abtretungsempfänger mit der nicht entrichteten Umsatzsteuer in Regress – also Sie.

Achtung: Das bedeutet, dass Sie unter Umständen die Umsatzsteuer vom Kunden Ihres Geschäftspartners bezahlen müssen.

In diesen 3 Fällen müssen Sie haften

Will das Finanzamt Sie als Abtretungsempfänger in Anspruch nehmen, muss es zuvor grundsätzlich einen Haftungsbescheid gegen Sie erlassen. Meist geht eine schriftliche Befragung voraus.

 

Für die von Ihrem Kunden nicht entrichtete Umsatzsteuer müssen Sie als Abtretungsempfänger haften, wenn Ihr Geschäftspartner nicht nur wie Sie auch vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer ist, sondern auch, wenn eine dieser 3 Voraussetzungen vorliegt:

  1. Ihr Geschäftspartner hat Ihnen eine Forderung abgetreten oder verpfändet. Oder Sie haben eine Forderung Ihres Geschäftspartners gepfändet.
  2. Ihr Geschäftspartner hat die in der betreffenden Forderung enthaltene Umsatzsteuer bei Fälligkeit nicht oder nicht vollständig entrichtet.
  3. Sie haben die betreffende Forderung vereinnahmt, also entweder vereinbarungsgemäß direkt beim Kunden des Geschäftspartners eingezogen. Oder aber Ihr Geschäftspartner hat die Forderung selbst eingezogen und in Höhe des abgetretenen, gepfändeten bzw. verpfändeten Teils an Sie weitergeleitet. In bestimmten Fällen wird die Vereinnahmung der Forderung auch fingiert.

Forderung begrenzen hilft nicht

Sie können der Haftung für die Umsatzsteuer, die Ihr Geschäftspartner nicht entrichtet hat, nicht dadurch entgehen, dass Sie die Abtretung ausdrücklich auf den Nettobetrag einer Forderung begrenzen. Mit dem Risiko werden Sie leben müssen.

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