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Gelangensbestätigung ab 1.10.2013: Das sollten Sie jetzt wissen

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Von Gerhard Schneider,

Hintergrund: Eine Lieferung ins EU-Ausland ist nur dann umsatzsteuerfrei möglich, wenn die Lieferung dort auch tatsächlich ankommt. Die Behörden wittern jedoch immer wieder krumme Geschäfte – insbesondere Umsatzsteuerbetrug –, wenn es um Auslandsgeschäfte geht. Deshalb sollte ursprünglich schon in diesem Jahr die „Gelangensbestätigung“ eingeführt werden – ein neuer Nachweis darüber, ob die EU-Lieferung tatsächlich erfolgt ist.

 

Diese Bestätigung wuchs jedoch zu einem bürokratischen Monster, das in der Praxis schenll zu großen Problemen geführt hätte. Die Einführung wurde deshalb nach heftiger Kritik der Unternehmen mehrfach verschoben und schließlich ausgesetzt.
Jetzt ist die ganze Sache entschärft und tritt ab 1.10.2013 in Kraft. Wichtigster Punkt:
Die Gelangensbestätigung ist nur noch eine von mehreren möglichen Formen des Belegnachweises; sie muss nicht mehr zwingend in amtlich vorgegebener Form erstellt werden. Vielmehr kann sie weitgehend in freier Form gestaltet werden und darf auch aus mehreren Dokumenten bestehen.
Der Versender kann den Nachweis über das Gelangen des Gegenstands in das andere EU-Land danach mit allen zulässigen Belegen geführt werden können. Beispiele:

  • Versendungsbelege wie der handelsrechtliche Frachtbrief,
  • Bescheinigungen der Spediteure,
  • tracking-and-tracing-Protokoll bei Transport durch Kurierdienstleister
  • Empfangsbescheinigungen eines Postdienstleisters bei Postsendungen

 

 

Nach einem neuen Einführungserlass des Finanzministeriums soll jetzt zur Vereinfachung auch eine elektronische Übermittlung der Gelangensbestätigung möglich sein. Dabei entfällt die sonst erforderliche Unterschrift unter die Gelangensbestätigung, wenn diese Voraussetzung erfüllt ist: Es muss erkennbar sein, dass die elektronische Übermittlung im Verfügungsbereich des Abnehmers oder des Beauftragten begonnen hat. Das ist laut Entwurf des Einführungserlasses dann der Fall, wenn bei der elektronischen Übermittlung der Gelangensbestätigung kein begründeter Zweifel daran besteht, dass die Angaben auch tatsächlich dem Abnehmer zugerechnet werden können.
Gerade diese Möglichkeit der elektronischen Übermittlung stellt eine echte Erleichterung da. Die Bestätigung kann zum Beispiel einfach per E-Mail übermittelt werden.

Eine weitere Erleichterung gegenüber den ursprünglichen Planungen:

Es ist nicht nötig, die Gelangensbestätigung für jeden einzelnen Liefergegenstand auszustellen. Sie können alle Umsätze eines Kalendervierteljahres in einer Sammelbestätigung zusammenfassen. Auch das spart erheblichen bürokratischen Aufwand.

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