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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Hilfe – Umsatzsteuer versalzt das Geschäftsessen

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Von Gerhard Schneider,

Frage: In der Akquise und zur Kundenpflege gehe ich häufig mit Kunden essen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Kunden mögen das. Deshalb habe ich wohl deutlich höhere Ausgaben für Geschäftsessen als die meisten Selbstständigen. Im vergangenen Monat hat mein Finanzamt alle Restaurantquittungen, die ich bei der Vorsteuer geltend gemacht hatte, angefordert und danach alle Vorsteuerbeträge gestrichen. Grund: Ich hatte als Anlass bei den jeweiligen Quittungen nur „Akquisegespräch“ oder „Kundenpflege“ angegeben. Was ist hier passiert?

 

Antwort: Ihr Finanzamt ist sicher streng – aber ein solches Vorgehen ist nicht unüblich! Bei der Umsatzsteuer von Restaurantquittungen schauen die Prüfer gern genau hin. Wie Sie wahrscheinlich wissen, können Sie die Ausgaben für ein Geschäftsessen bei der Einkommensteuer nur zu 70 % als Betriebsausgabe geltend machen. Bei der Umsatzsteuer können Sie jedoch die vollen 100% als Vorsteuer absetzen. Hier wollen die Finanzämter natürlich sehen, ob alles zu 100% korrekt ist – insbesondere, wenn es um überdurchschnittlich hohe Ausgaben geht.

Besonders wichtig in Ihrem Fall:

Den Vorsteuerabzug aus Ihren Bewirtungskosten lässt die Finanzverwaltung nur dann zu, wenn Sie die betriebliche Veranlassung nachweisen können und die Aufwendungen im konkreten Einzelfall angemessen sind.
Betrieblich veranlasste Bewirtungskosten können geschäftlich oder nicht geschäftlich veranlasst sein. Ein geschäftlicher Anlass besteht besonders bei der Bewirtung von Personen, zu denen Sie schon Geschäftsbeziehungen unterhalten oder zu denen sie angebahnt werden sollen.

 

Um die betriebliche Veranlassung der Bewirtung nachzuweisen, notieren Sie die Namen aller bewirteten Personen und den Grund für das Geschäftsessen. Das erfolgt entweder auf der Quittung selbst: Die meisten Ausdrucke aus den Gastronomie-Kassen sehen entsprechende Felder für die Teilnehmer, den Anlass sowie Datum und Ihre Unterschrift vor. Ist ein solches Feld nicht vorhanden, heften Sie ein Beiblatt mit diesen Angaben an die Quittung.
Geben Sie den Bewirtungsgrund möglichst exakt an:
Beispiel: „Vorbesprechung Marketing-Aktivitäten 2014“.
Vermeiden Sie allgemeine Angaben wie „Informations- oder Kundengespräch“.
Bei solchen allgemeinen Hinweisen wittert die Finanzverwaltung schnell ein privates kulinarisches Vergnügen. Notieren Sie den spezifischen Anlass für das Geschäftsessen deshalb am besten sofort danach. Wenn es sich tatsächlich um ein Informations- oder Kennenlerngespräch gehandelt hast, greifen Sie einen spezifischen Punkt heraus, den Sie als Anlass festhalten. So gehen Sie möglichem Ärger aus dem Weg.

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