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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Immer wieder Streit um den Vorsteuerabzug aus Gutschriften: So bleiben Sie unangreifbar

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Bei Gutschriften gelten die gleichen Anforderungen an die Pflichtangaben wie bei Rechnungen. Nur wenn diese erfüllt werden, sind Sie zum Vorsteuerabzug aus einer Gutschrift berechtigt. Das folgt aus einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Beschluss vom 10.1.2012, Az. XI B 80/11, veröffentlicht am 28.3.2012).

 

Handelsvertreter erhielten Gutschriften

Der entschiedene Fall betrifft ein Unternehmen, das Markisen und andere Sonnenschutzanlagen herstellt und diese direkt vertreibt. Dazu setzt es selbstständige Handelsvertreter ein. Ausscheidenden Handelsvertretern, deren Provisionskonto im Zeitpunkt des Ausscheidens ein Debet-Saldo ausweist, erteilt das Unternehmen – unter gesondertem Ausweis von Mehrwertsteuer – eine Gutschrift in Höhe des jeweiligen Saldos. In den Schreiben mit den Gutschriften heißt es stets: „Zur Deckung Ihrer erhaltenen Vorauszahlungen erhalten Sie eine Gutschrift in Höhe von ...“

Die kostspielige Folge einer Betriebsprüfung

Im Anschluss an eine Betriebsprüfung strich das Finanzamt gleich für mehrere Jahre den Vorsteuerabzug aus diesen Gutschriften und forderte hohe Nachzahlungen an Umsatzsteuer.
Völlig zu Recht, stellten die BFH-Richter jetzt klar. Zunächst erinnern sie daran, dass eine Rechnung und damit auch eine Gutschrift eine eindeutige und leicht nachprüfbare Identifizierung der abgerechneten Leistung ermöglichen muss. Allgemeine Angaben genügen nicht.

 

Für den entschiedenen Fall bedeutet das: Ein Bezug zwischen den strittigen Gutschriften und konkreten Leistungen ist nicht erkennbar. Aus den Gutschriften ergibt sich nicht, für welchen Zeitraum, für welche konkrete Leistung oder für welche vermittelten Aufträge eine Provision geschuldet wird. Ein allgemeiner Hinweis auf erhaltene Vorauszahlungen ist nicht ausreichend. Folge: Der Vorsteuerabzug entfällt.
Praxis-Tipp: Zu den gesetzlichen Pflichtangaben in Rechnungen und Gutschriften gehören Angaben zu Menge und handelsüblicher Bezeichnung der Lieferung bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung. Bezogen auf die Abrechnung der Provisionen von Handelsvertretern kommen etwa folgende Angaben in Betracht:

  • erfasster Zeitraum und
  • Bezeichnung der vermittelten Aufträge oder andere „Angaben tatsächlicher Art“, wie insbesondere die Bezugnahme auf andere, eindeutig bezeichnete Geschäftsunterlagen.

Rechnung mit einer Gutschrift zusammenfassen: So umgehen Sie alle steuerlichen Fallstricke

Oftmals ist die Inzahlungnahme die einzige Möglichkeit, um mit dem Kunden überhaupt zum Abschluss zu kommen. Geht es z. B. um den Verkauf einer neuen und die Inzahlungnahme einer gebrauchten Maschine, können Sie dem Kunden in ein und derselben Rechnung die neue Maschine in Rechnung stellen und für die Inzahlungnahme eine Gutschrift erteilen.
Beispiel: Der Kaufpreis für eine neue Maschine beträgt 38.000 € netto und die gebrauchte Maschine wird für 9.500 € netto in Zahlung genommen.
Dann kann die Gutschrift wie folgt mit der Rechnung kombiniert werden:

Lieferung der Maschine „XYZ“ neu, Maschinen-Nr. 8965PLX 2213438.000 €
19 % Umsatzsteuer7.220 €
45.220 €
Inzahlungnahme der Gebraucht-Maschine „Hansa 70 plus“, Maschinen-Nr. 749039.500 €
19 % Umsatzsteuer1.805 €
11.305 € ./. 11.305 €
Zu zahlender Betrag 33.915 €

 

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