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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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In Ausland liefern ohne Steuern: Wie geht das eigentlich? Antworten auf 3 häufige Fragen

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Von Gerhard Schneider,

In einer Schnellübersicht beantworte ich Ihnen heute die häufigsten 3 Fragen zu EU-Lieferungen – damit Sie von Anfang an alles richtig machen, wenn Sie Bestellungen aus dem EU-Ausland bekommen.

 

Frage 1: Sind Lieferungen ins Ausland grundsätzlich umsatzsteuerfrei?

Ganz wichtig ist die Unterscheidung zwischen Unternehmens- und Privatkunden bei Ihren Lieferungen ins EU-Ausland.

  • Bei Lieferungen an Privatkunden im EU-Ausland berechnen Sie ganz normal die Umsatzsteuer wie bei Ihren deutschen Kunden auch.
  • Lieferungen an Unternehmenskunden sind von der Umsatzsteuer befreit. Doch der Gesetzgeber knüpft die Steuerfreiheit an eine Voraussetzung: Sie müssen nachweisen, dass die Ware bei dem Unternehmenskunden im Ausland tatsächlich ankommt. Dazu ist die neue Gelangensbestätigung da.

Frage 2: Wie erfahre ich dann zum Beispiel bei Bestellungen übers Internet, ob ein Kunde Privatmann oder Unternehmer ist?

Ein wichtiger Punkt: Fügen Sie im Bestellformular auf Ihren Internetseiten ein Feld für die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ein. Macht der Kunde hier keine Angaben, müssen Sie davon ausgehen, dass er ein Privatkunde ist. Dann berechnen Sie normal die Umsatzsteuer.
Beachten Sie auch: Kleinunternehmer, Freiberufler, Land- und Forstwirte sowie juristische Personen (öffentliche Hand und Vereine), die nicht zur Umsatzsteuer optiert haben und ausschließlich umsatzsteuerfreie Umsätze ausführen, werden wie Privatkunden behandelt.

 

Frage 3: Wo zahle ich denn die Umsatzsteuer bei Lieferungen an Privatkunden? Hier in Deutschland oder in dem Land, in das ich liefere?

Zuerst einmal bezahlen Sie die Umsatzsteuer bei steuerpflichtigen Privatkunden im EU-Ausland ganz normal hier in Deutschland.
Aber Achtung: Nimmt Ihr Auslandsgeschäft zu, sollten Sie die sogenannten Lieferschwellen kennen. Überschreiten Ihre Lieferungen diese Lieferschwellen, die für jedes Land individuell festgelegt werden, wird tritt statt der deutschen Umsatzsteuerpflicht die des Lieferlandes ein.
Beispiel: Sie liefern Waren an Privatkunden nach Österreich – Lieferschwelle: 35.000 €. Das heißt in der Praxis: Sie berechnen Ihren österreichischen Privatkunden 2013 so lange die deutsche Umsatzsteuer in Höhe von 19 %, bis der Gesamtwert Ihrer Warenlieferungen (ohne Umsatzsteuer) 35.000 € erreicht hat. Überschreiten Ihre Lieferungen die Lieferschwellen, müssen Sie Ihren österreichischen Kunden den österreichischen Umsatzsteuersatz in Höhe von 20% berechnen.

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