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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Jetzt darf der Umsatzsteuer-Prüfer auch an Ihren PC

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Von Gerhard Schneider,

Die Umsatzsteuer-Nachschau (nach § 27b Umsatzsteuergesetz) ist die wohl unangenehmste Form der Betriebsprüfung. Denn zu dieser Nachschau darf der Prüfer ohne Anmeldung bei Ihnen auf der Matte stehen, Ihre Betriebsräume besichtigen und Einsicht in Ihre Unterlagen verlangen.

 

Nach dem neuen Schreiben steht jetzt fest:

Der Prüfer darf auch an Ihren Computer, auf dem Sie Buchhaltungs- und Steuerunterlagen gespeichert haben (BMF-Schreiben vom 2.7.2012, Az. IV D 2 - S 7287-a/09/10004 :003).

Jeder Selbstständige kann zu jeder Zeit von einer solchen unangemeldeten Nachschau betroffen sein – und das unabhängig von der Größe seines Unternehmens. Und dann kann der Prüfer verlangen, dass er Zugriff auf Ihren PC bekommt.

So sorgen Sie vor

Dringende Empfehlung deshalb: Gestalten Sie Ihre Umsatzsteuer-Unterlagen und den PC-Arbeitsplatz, an dem Sie Ihre Steuer erledigen so, dass sich jederzeit ein Prüfer davor setzen könnte. Gehen Sie dazu am besten so vor:

  • Nutzen Sie für Ihre (Umsatz-)Steuerangelegenheiten einen eigenen PC, auf dem ansonsten keine Daten gespeichert sind. So ist sichergestellt, dass der Prüfer nicht „zufällig“ auf für ihn interessante Daten stößt.
  • Erledigen Sie gerade Ihre Umsatzsteuer immer pünktlich, vollständig und 100% korrekt, damit Sie nie von einem Besuch unangenehm überrascht werden können.
  • Nehmen Sie bei allen Punkten, die fraglich oder kompliziert sein könnten, erklärende Notizen oder Belege zu den Unterlagen.

 

 

Welche Umstände häufig zu einer Umsatzsteuer-Nachschau führen

Die Gefahr einer Umsatzsteuernachschau steigt, wenn es gewisse Besonderheiten oder Auffälligkeiten gibt. Das sind beispielsweise zwei häufige Auslöser:

1. Häufige oder hohe Vorsteuer-Erstattungen. Wenn sich aus Ihrer monatlichen oder quartalsweisen Umsatzsteuer-Voranmeldung ein Erstattungsbetrag ergibt, wird das Finanzamt hellhörig – vor ­allem dann, wenn es mehrere Monate hintereinander passiert oder wenn es um größere Beträge geht. Tipp deshalb: Wenn Sie Vorsteuererstattungsbeträge geltend machen, können Sie parallel zur online abgegebenen Umsatzsteuer-Voranmeldung Kopien von Rechnungen einreichen, mit denen Sie belegen, dass Sie größere betriebliche Anschaffungen getätigt haben, die zu der Erstattung führen. Rufen Sie dazu Ihren Sachbearbeiter an.

2. Auffälligkeiten bei Ihren Geschäftspartnern. Leider können Sie auch von einer Nachschau betroffen sein, wenn Sie sich selbst nicht das Geringste zu Schulden lassen kommen und auch keine umsatzsteuerlichen Besonderheiten aufweisen. Dies kann der Fall sein, wenn Geschäftspartner von Ihnen auffällig werden. Beispiel: Ein Kunde von Ihnen begründet mit Rechnungen von Ihrem Unternehmen Umsatzsteuer-Erstattungen. Dann kann das Finanzamt dieses Unternehmens bei dem für Sie zuständigen Amt nachfragen, ob bei Ihrem Unternehmen alles in Ordnung und die Vorsteuer berechtigt ist. Das kann eine Nachschau bei Ihnen auslösen. Tipp deshalb: Diese Gefahr können Sie zwar nicht gänzlich bannen, aber doch minimieren, wenn Sie sorgfältig bei der Auswahl Ihrer Geschäftspartner vorgehen. Zum Beispiel so:

  • Überprüfen Sie, ob Unternehmen, mit denen Sie erstmals zusammenarbeiten, im Handelsregister eingetragen sind.
  • Checken Sie, ob das Unternehmen am angegebenen Firmensitz tatsächlich existiert.
  • Machen Sie mit Ihnen unbekannten Unternehmen zum Start nur kleine Geschäfte.

 

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