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Leistungen der Bank kosten Umsatzsteuer

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Steuer Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Viele Firmen haben (nach wie vor) einen Teil ihres Betriebsvermögens in Aktien angelegt und lassen ihre Vermögensanlage von einer Bank verwalten.

Nach dem Börsen-Crash im Jahr 2008 gibt es allerdings nicht nur mit den Banken Diskussionsbedarf über die Qualität der Aktienanlage. Auch in Betriebsprüfungen gibt es bei einer Vermögensverwaltung durch Banken immer wieder Ärger.

Für welche Leistungen Banken Umsatzsteuer berechnen dürfen

Der Streit dreht sich um die Frage, ob und welche Leistungen der Banken im Rahmen der Vermögensanlage umsatzsteuerpflichtig sind, ob die Banken also berechtigt sind, Ihnen als Kunden Umsatzsteuer zu berechnen und diese in den Rechnungen gesondert auszuweisen. Die Details dazu regelt jetzt ein aktueller Erlass des Bundesfinanzministeriums (BMF, Schreiben vom 17. 12. 2008, Az. IV B 9 – S 7117-f/07/ 10003). Unterscheiden Sie im Einzelnen folgende Leistungen bei der Vermögensverwaltung:

  1. Managementleistungen: Recherche und Auswahl der Vermögensanlage für den Kunden; Analyse der Finanzmärkte und Aufteilung eines optimal strukturierten Portfolios; die Kunden treffen hierbei keine Entscheidungen
  2. Transaktionsleistungen: Kauf und Verkauf von Wertpapieren, Fondsanteilen, Finanzderivaten und ähnlichen Geldanlagen
  3. Führung eines Wertpapierdepots: Erstellung von Kontoauszügen, Ertragsaufstellungen sowie Steuerbescheinigungen; Reporting in vorher vereinbarten Abständen einschließlich Wertpapierabrechnung

Aus diesem BMF-Erlass folgt: Bei einem klassischen Vermögensverwaltungsvertrag, bei dem der Kunde keine eigene Entscheidungsbefugnis bei Transaktionsleistungen der Bank hat, sind alle 3 Leistungsarten als einheitliche Leistung anzusehen.

Umsatzsteuer: Transaktionsleistungen sind lediglich Nebenleistungen

Begründung der Finanzverwaltung: Dem Kunden kommt es in diesen Fällen lediglich auf eine bestmögliche Vermögensverwaltung durch die Bank an. Wie dieses Ziel erreicht wird, wird der Bank überlassen. Die Transaktionsleistungen der Bank sind nicht umsatzsteuerfrei, sondern sie stellen Nebenleistungen zur steuerpflichtigen Hauptleistung „Vermögensverwaltung“ dar. Denn nach Auffassung der Finanzverwaltung lassen sich die Einzelleistungen nicht getrennt beurteilen. Vielmehr erbringt die Bank Ihrem Unternehmen gegenüber eine einheitliche, auf Renditeerzielung ausgelegte Tätigkeit.

Umsatzsteuer: Wann Transaktionen umsatzsteuerfrei sind

Praxis-Tipp: Anders verhält es sich dagegen in den Fällen, in denen Sie selbst darüber entscheiden, ob und welche Transaktionen durchgeführt werden. Dann sind die Transaktionen jeweils umsatzsteuerfrei. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bank Ihnen konkrete Transaktionen empfiehlt und Sie ihr daraufhin einen entsprechenden Auftrag erteilen.

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