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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Machen Sie Schluss mit dem Rechnungs-Ärger

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Von Midia Nuri,

Rechnungen, die Sie schon lange bezahlt haben, sind immer wieder für Ärger gut – für teuren Ärger. Das zeigt dieser Fall, den Deutschlands höchste Finanzrichter erst kürzlich entschieden haben:

In dem Fall (Bundesfinanzhof, Az. V R 59/07) ging es um eine Rechnung, in der die Leistung so beschrieben war:

„Für technische Beratung und Kontrolle im Jahr 1996"

Das Unternehmen, das diese Rechnung bekommen und bezahlt hatte, machte die Umsatzsteuer aus dieser Rechnung als Vorsteuer geltend – ein stattlicher Betrag von mehreren tausend Euro, schließlich ging es um eine Nettosumme von 50.000 €. Der Ärger kam dann bei einer Überprüfung des Finanzamts:

Das Finanzamt erkannte den Vorsteuerabzug nicht an!

Das Unternehmen musste die einbehaltene Vorsteuer ans Finanzamt nachzahlen. Der Begründung schlossen sich auch die Richter in dem nachfolgenden Rechtsstreit an:

Die Beschreibung der Leistung in der Rechnung sei nicht ausreichend. Die abgerechnete Leistung könne bei der vagen Beschreibung nicht identifiziert werden. Das heißt: Vorsteuerabzug nicht möglich!

Nach diesem Urteil sollten Sie bei Ihren Eingangsrechnungen, aus denen Sie in Ihren Umsatzsteuervoranmeldungen Vorsteuer ziehen, genauer hinschauen!

Ihre Frage lautet dabei: Ist die Leistung so beschrieben, dass Art, Umfang und Zeitpunkt klar sind?

Ein Beispiel zeigt, welche Rechnungen ein pingeliger Prüfer des Finanzamts nach diesem Urteil nicht anerkennen würde:

Beispiel:

So geht’s nicht!

Sie wollen eine kleine Werbebriefaktion starten und beauftragen einen Büroservice damit, die entsprechenden Serienbriefe auszudrucken und zu kuvertieren. Das Material stellen sie. Nach der Aktion schickt Ihnen der Büroservice eine Rechnung mit diesem Text

Büroarbeiten im Februar 2009,

6 Std. à 35 Euro 210,00 Euro

19% Umsatzsteuer 39,90 Euro

Summe 249,90 Euro

Eine Rechnung mit einer solchen dürftigen Leistungsbeschreibung kann das Finanzamt ablehnen. Folge: Den Nettobetrag können Sie zwar noch als Betriebsausgabe geltend machen. Die 39,90 Euro gehen Ihnen aber als Vorsteuer verloren. Haben Sie den Vorsteuerbetrag schon geltend gemacht und überprüft Ihr Finanzamt – zum Beispiel bei einer unangekündigten Umsatzsteuernachschau – Ihre Rechnungen, müssen Sie den Betrag zurückzahlen.

So ist es besser!

Erhalten Sie Rechnungen mit solch vagen Leistungsbeschreibungen, bleibt Ihnen nur eines: Fordern Sie vom Absender eine berichtigte Rechnung mit detaillierter Leistungsbeschreibung an. Die Rechnung könnte dann so aussehen:

Ausdrucken und Kuvertieren

von 250 Serienbriefen

am 12. Februar 2009,

6 Std. à 35 Euro 210,00 Euro

19% Umsatzsteuer 39,90 Euro

Summe 249,90 Euro

Was tun, wenn der Rechnungsabsender nicht reagiert oder es ablehnt, Ihnen eine berichtigte Rechnung zu schicken? In diesem Fall drohen Sie an, den Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer zu überweisen – mit der Begründung, dass die Rechnung nicht den Anforderungen genügt. Das wirkt meistens.

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