Gratis-Download

Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

Jetzt downloaden

Quittungsdiebstahl – Wie Sie sich vor hohen Nachzahlungen schützen

0 Beurteilungen

Von Gerhard Schneider,

Das ist der größte anzunehmende Unfall in der Buchhaltung: Die Steuerunterlagen für ein ganzes Jahr werden in einem Transporter gelagert – und der wird dann gestohlen. Genau das ist einem Unternehmer passiert, über dessen Fall jetzt das Finanzgericht Sachsen-Anhalt entschieden hat.

 

Bei einer Prüfung des Finanzamts konnte der Unternehmer aufgrund dieses Diebstahls seiner keine Originalbelege für die Umsatzsteuer vorlegen. Doch gerade hier ist der Fiskus besonders streng. Wer keinen ordnungsgemäße Rechnungen mit allen Pflichtangaben vorlegen kann, bekommt den Vorsteuerabzug aberkannt und muss möglicherweise hohe Beträge zurückzahlen.
Der Unternehmer versuchte zwar, sich für die gestohlenen Belege Kopien von den ausstellenden Unternehmen zu besorgen. Doch das gelang nur noch zu einem geringen Teil.
Die Folge:
Das Finanzamt schätzte die Vorsteuer und erkannte lediglich 60 % der ursprünglich geltend gemachten Beträge an. 40 % seiner Vorsteuerbeträge musste der Unternehmer zurückzahlen. Schauen Sie sich die komplette Vorsteuer des Jahres an, die Sie geltend machen. Wenn Sie 40 % davon ans Finanzamt zahlen müssen, kommen schnell Beträge im 4-stelligen Bereich zusammen. Bedrohlich!
Wenn Sie jetzt sagen, dass Sie niemals so unvorsichtig wären und Steuerunterlagen im Auto aufbewahren, halten Sie sich vor Augen: Dieses Schicksal kann Sie zum Beispiel auch dann treffen, wenn im Keller gelagerte Unterlagen durch Hochwassereinbruch vernichtet werden. Bedenken Sie:

 

Betriebsprüfer können Zeiträume bis zu 10 Jahre zurück prüfen. Für diese Aufbewahrungsfrist müssen Sie unversehrte Belege vorlegen können!
Gehen Belege verloren, reicht es auch nicht, wenn Mitarbeiter oder ein möglicherweise beauftragter Steuerberater bezeugen können, dass ausschließlich ordnungsgemäße Rechnungen zum Vorsteuerabzug genutzt wurden. Solche Zeugen müssten sich an jede einzelne Rechnung erinnern, so die Richter in dem aktuellen Urteil, über das jetzt allerdings noch der Bundesfinanzhof entscheiden muss.

Nutzen Sie deshalb die folgenden Tipps, um sich für den Fall der Fälle zu schützen:

  • Bewahren Sie Ihre Steuerunterlagen mit allen Belegen – auch der vergangenen Jahre – stets an einem sicheren Ort auf. Lagern Sie Unterlagen im Keller, nutzen Sie wasserdichte Kisten, die vor Wasser- und Feuchtigkeitsschäden schützen.
  • Machen Sie von jeder Eingangsrechnung eine Kopie – das geht auch schnell und ohne Papier mit einem Dokumentenscanner.
  • Bewahren Sie diese Sicherungskopien Ihrer Buchungsbelege an einem anderen Ort als die Originale auf.

 

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
13 Beurteilungen
17 Beurteilungen
1 Beurteilung
Produktempfehlungen

Die besten Steuer-Spar-Möglichkeiten zum Wohle Ihres Unternehmens

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Gehört. Gelesen. Verstanden.

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Betriebsprüfungssichere Empfehlungen, mit denen Sie jederzeit das meiste für sich herausholen

Das Rundum-Wohlfühl-Paket im Rechnungswesen