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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Rückwirkender Vorsteuerabzug? Geht!

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Von Midia Nuri,

Wie heikel Ihre Eingangsrechnungen mit Blick auf die Umsatzsteuer sind, lesen Sie hier ja von Zeit zu Zeit. Verloren ist der Vorsteuerabzug durch einen Fehler aber noch nicht gleich ganz. Schließlich können Sie die Rechnung ja berichtigen lassen.

 

Allerdings ist die Finanzverwaltung regelmäßig der Ansicht, eine berichtigte Rechnung rechtfertige nicht den rückwirkenden Vorsteuerabzug – also zum Zeitpunkt der erstmaligen Rechnungsstellung. Stattdessen akzeptiert das Amt den Abzug in aller Regel erst, wenn Ihnen die berichtigte Rechnung zugegangen ist. Doch in dem Punkt gibt es frohe Kunde vom Bundesfinanzhof.

Der Bundesfinanzhof urteilt unternehmerfreundlich

Nachdem in der Vorinstanz bereits die Finanzgerichte Berlin-Brandenburg und Rheinland-Pfalz einen solchen rückwirkenden Vorsteuerabzug zulassen wollen (Az. 5 V 5004/11, Az. V 55/09), hat auch der Bundesfinanzhof (BFH) in dieser Frage grundsätzlich unternehmerfreundlich entschieden (Az.: V B 82/11).

Tipp: Sollte Ihr Finanzamt Ihnen den rückwirkenden Vorsteuerabzug verwehren, legen Sie also am besten Einspruch ein und verweisen auf das BFH-Urteil.

 

Und so gehen Sie am besten mit einem Fehler um

Entdecken Sie in einer Eingangsrechnung einen Fehler, sollten Sie umgehend verlangen, dass Ihr Lieferant Ihnen eine berichtigte Rechnung schickt.

  1. Schicken Sie die unkorrekte Rechnung mit handschriftlichen Korrekturen versehen zurück, mit der Bitte um Korrektur.
  2. Haben Sie einem Lieferanten gegenüber telefonisch die Bitte geäußert, eine Rechnung zu korrigieren, sollten Sie von dem Telefonat auf jeden Fall eine kurze Notiz fertigen.

Achtung: Nur Ihr Lieferant kann eine falsch ausgestellte Rechnung rechtsverbindlich berichtigen.

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