Gratis-Download

Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

Jetzt downloaden

Umsatzsteuer-Ärger im Restaurant

0 Beurteilungen
Steuer Umsatzsteuer Geschäftsessen

Von Midia Nuri,

Eines der schöneren Dinge der Selbstständigkeit ist die Tatsache, dass Sie Ihre Kunden und Geschäftspartner hin und wieder zu einem guten Essen einladen und die Kosten dafür steuerlich als Betriebsausgabe geltend machen können.

Solange Sie ist dabei nicht übertreiben und andauernd Kaviar essen und Champagner schlürfen, erkennt das Finanzamt Bewirtungen als Betriebsausgabe an, wenn ein Anlass dazu gegeben ist.

Bewirtungskosten nur zu 70 Prozent als Betriebsausgabe absetzbar

Wermutstropfen dabei schon seit einigen Jahren: Bewirtungskosten werden nur zu 70 % als Betriebsausgabe anerkannt. Gehen Sie für 100 € (ohne Mehrwertsteuer) mit Ihrem Geschäftspartner schlemmen, können Sie bei der Steuer lediglich 70 € als Betriebsausgabe geltend machen.

Doch Achtung: Diese 70-prozentige Abzugsbeschränkung gilt nicht für die Umsatzsteuer! Die auf dem Bewirtungs-Beleg angegebene Umsatzsteuer können Sie zu 100 % als Vorsteuer geltend machen.

Wann das Finanzamt Geschäftsessen nicht als Betriebsausgabe anerkennt

Noch ein Wermutstropfen: Die Finanzbeamten wittern bei Bewirtung immer wieder Missbrauch – besonders dann, wenn Sie überdurchschnittlich viele Bewirtungskosten geltend machen. Im Formular für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, das Sie zusammen mit ihrer jährlichen Steuererklärung abgeben, gibt es gar eine eigene Zeile für die Bewirtungskosten, so dass der Finanzbeamte auf einen Blick sehen kann, wie viel Sie pro Jahr für Bewirtungen ausgegeben haben. Kommt dem Beamten die Summe zu hoch vor, wird er sich alle Belege von Ihnen genauer anschauen wollen. Und dann droht folgende Gefahr: Entspricht der Beleg nicht genau allen Anforderungen, die an einen ordentlichen Bewirtungsbeleg gestellt werden, wird der Vorsteuerabzug gestrichen und die Bewirtung nicht als Betriebsausgabe anerkannt. Häufig müssen Sie dann Vorsteuerbeträge zurückzahlen. Um diese unangenehmen Konsequenzen zu vermeiden, schauen Sie sich jeden einzelnen Bewirtungsbeleg, aus dem Sie Vorsteuer ziehen wollen und den Sie steuerlich geltend machen, ganz genau an. Nutzen Sie dazu die folgende Checkliste:

Checkliste für Ihre Bewirtungs-Belege zum Umsatzsteuer-Abzug

Fehlt nur einer der folgenden Punkte, wird der Beleg nicht anerkannt und der Abzug ist für Sie verloren.

Pflichtangaben

  • Name, Anschrift des Restaurants
  • Steuernummer bzw. USt-IdNr. des Restaurants
  • Ihr Name und Ihre Adresse (diese dürfen Sie handschriftlich eintragen)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Maschinelle Registriernummer (= Rechnungsnummer)
  • Datum der Bewirtung (falls abweichend vom Rechnungsdatum)
  • Menge und Art der Speisen und Getränke
  • Nettoentgelt
  • Umsatzsteuersatz
  • Umsatzsteuerbetrag (bei Rechnungsbeträgen bis 150 € genügt der Hinweis „19 % MwSt. enthalten“)

 

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
13 Beurteilungen
17 Beurteilungen
1 Beurteilung
Produktempfehlungen

Die besten Steuer-Spar-Möglichkeiten zum Wohle Ihres Unternehmens

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Gehört. Gelesen. Verstanden.

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Betriebsprüfungssichere Empfehlungen, mit denen Sie jederzeit das meiste für sich herausholen

Das Rundum-Wohlfühl-Paket im Rechnungswesen