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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Umsatzsteuer: Eine Chance und eine Falle bei Gutscheinen

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Von Midia Nuri,

Osterzeit – Gutscheinzeit. Vielleicht ja auch in Ihrem Unternehmen. Ob nun als Gutscheingeschenk oder Geschenkgutein zum Kaufen und Weiterverschenken, gibt es für Sie mit Blick auf die Steuer einiges zu beachten.

 

Während Sie das Gutscheingeschenk kostenlos an Ihre Kunden für den nächsten Einkauf herausgeben, zahlt Ihr Kunde im Gegensatz dazu für den Geschenkgutschein, den er danach ja selbst jemandem schenkt.

Das gilt für das kostenlose Gutscheingeschenk

Der Betrag für den kostenlos ausgegebenen Gutschein wird steuerlich erst wirksam, wenn der Kunde ihn einlöst, zumindest ist das derzeit noch rechtlicher Stand der Dinge.

Gerade bei einer größeren Zahl von Gutscheinen, wäre es plausibel, hierfür eine bilanzielle Rückstellung zu bilden oder die ausgeschriebenen Beträge als Verbindlichkeit zu passivieren. Doch nach jetziger Rechtslage dürfen Sie das nicht tun, hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az.: IV R 45/09).

Das gilt für den kostenpflichtigen Geschenkgutschein

Für kostenpflichtig ausgegebene Geschenkgutscheine gelten bei der Umsatzsteuer Sonderregeln. Allerdings gelten diese Sonderregeln nicht einheitlich für alle Gutscheine – das wäre ja einfach.

Achtung: Die Sonderregeln unterscheiden sich – je nachdem, worauf Sie den Gutschein ausstellen.

 

Gutscheinvariante 1: Der Kunde hat die Wahl

Sie verkaufen oder verschenken einen Gutschein, der es dem Einlösenden ermöglicht, sämtliche Waren und Dienstleistungen Ihres Unternehmens zu beziehen. In dem Fall wird die Umsatzsteuer erst fällig, wenn Ihr Kunde oder der Beschenkte den Gutschein eingelöst hat.

Achtung: Was sich gut anhört, hat einen Haken: Wenn Ihr Kunde den Gutschein nicht in diesem Jahr einlöst und im kommenden Jahr – zu Zeiten knapper Kassen ist das ja nicht ausgeschlossen – ein neuer Umsatzsteuersatz gilt, bleiben Sie auf der Umsatzsteuererhöhung sitzen.

Gutscheinvariante 2: Ware oder Dienstleistung sind festgelegt

Natürlich können Sie Ihren Gutschein auch über eine konkret bezeichnete Dienstleistungen oder Ware ausstellen. Bei einem solchen Warengutschein wird die Umsatzsteuer sofort beim Verkauf des Gutscheins fällig.

Tipp: Wenn Ihr Kunde oder der Beschenkte den Gutschein dann nicht innerhalb der nächsten 2 Jahre einlöst, sollten Sie die bereits an das Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer korrigieren. Denn wenn Sie die Leistung letztlich nicht erbracht haben, fällt auch keine Umsatzsteuer an.

Fazit: Variante 2 ist also bei der Umsatzsteuer günstiger

Nur mit Blick auf die Umsatzsteuer ist die zweite Gutscheinvariante also günstiger. Aber natürlich sollten Sie noch andere Kriterien in Ihre Entscheidung einbeziehen, welche Gutscheinvariante in Ihrem speziellen Fall die bessere Variante ist. Schließlich kennen Sie Ihre Kunden am besten.

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