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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Umsatzsteuer: ja oder nein?

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Von Iris Schuler,

Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG haben Sie die Wahl, ob Sie sich freiwillig für die Umsatzsteuer entscheiden oder darauf verzichten. Umsatzsteuer ja oder nein? Was ist für Sie günstiger?

Mit der Umsatzsteuer haben Sie grundsätzlich nichts zu tun, wenn Sie Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG sind. Das trifft zu, wenn Sie

  • im Gründungsjahr voraussichtlich nicht mehr als 17.500,- Euro Gesamtumsatz machen.
  • im letzten Geschäftsjahr nicht mehr als 17.500,- Euro Gesamtumsatz gemacht haben und im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 50.000,- Euro Gesamtumsatz nicht überschreiten.

Der Gesamtumsatz definiert sich als das Entgelt, das Sie für Ihre Lieferungen und Leistungen einnehmen. Zum Gesamtumsatz, der für die Berechnung der Umsatzsteuer relevant ist, zählen nicht Einnahmen aus dem Verkauf von Wirtschaftsgütern Ihres Anlagevermögens, zum Beispiel der Verkauf Ihres Geschäftswagens.

Umsatzsteuer anmelden und Umsatzsteuer abführen, kostet Zeit. Verzichten Sie als Kleinunternehmer auf die Umsatzsteuer, entlastet Sie das von bürokratischem Aufwand. Sie bekommen jedoch durch die Befreiung der Umsatzsteuer auch keine Vorsteuer erstattet. Deshalb bezahlen Sie die Erleichterung, ohne Umsatzsteuer zu arbeiten, mit barem Geld.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Im letzten Jahr hatte ein Unternehmer 17.000,- Euro Gesamtumsatz gemacht. Für das laufende Jahr sind 20.000,- Euro Umsatz geplant. Der Unternehmer könnte sich also auch in diesem Jahr von der Umsatzsteuer befreien lassen. Investitionen plant er in diesem Jahr für rund 30.000,- Euro brutto auf Kredit.

Entscheidet sich der Unternehmer dazu, Umsatzsteuer abzuführen

  • muss er voraussichtlich rund 3.200,- Euro Umsatzsteuer an den Fiskus abführen und
  • erhält aus den Investitionen rund 4.800,- Euro Vorsteuern und aus den laufenden mit Vorsteuer belasteten Kosten von 9.000,- Euro pro Jahr rund 1.400,- Euro Vorsteuer zurück.

Es würden circa 3.000,- Euro für ihn übrig bleiben.

Prüfen Sie deshalb ganz genau, ob die Befreiung der Umsatzsteuer wirklich für Sie vorteilhaft ist. Die Pflicht zur Umsatzsteuer können Sie freiwillig nehmen. Allerdings sind Sie mit der freiwilligen Annahme mindestens für 5 Jahre an die Umsatzsteuer gebunden.

Für eine Befreiung der Umsatzsteuer spricht:

  • Sie haben fast nur Privatkunden, ohne Umsatzsteuer wird die Leistung preisgünstiger.
  • Ihr Umsatz bleibt dauerhaft unter 17.500,- Euro. Dann können Sie sich den bürokratischen Aufwand, der mit der Umsatzsteuer verbunden ist, sparen.
  • Ihre Betriebsausgaben liegen pro Jahr unter 1.000 Euro. Dann würden Sie nur 159,67,- Euro Vorsteuer zurückbekommen.

Gegen die Befreiung der Umsatzsteuer spricht:

  • Zu Ihren Kunden zählen in erster Linie Unternehmer. Unternehmen ist es egal, ob Sie Umsatzsteuer aufschlagen, weil sie diese als Vorsteuer erstattet bekommen.
  • Sie arbeiten auch für Privatkunden, aber werden die Grenze von 17.500,- Euro Umsatz bals überschreiten. Dann werden Sie plötzlich teurer, weil Sie Umsatzsteuer aufschlagen und verlieren vielleicht Privatkunden.
  • Ihre Betriebsausgaben liegen über 1.000,- Euro im Jahr. Dann können Sie von der Erstattung der Vorsteuer profitieren.

 

 

 

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