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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Umsatzsteuer: Steuerprüfungen sind eine unterschätzte Gefahr

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Steuer Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Die Zahl der Umsatzsteuer-Sonderprüfungen nimmt seit Jahren konstant zu. Immer häufiger stehen die Prüfer vor der Tür von Unternehmern, um sich die Umsatzsteuer-Unterlagen anzuschauen.

Und das endet oftmals mit hohen Nachzahlungen für Sie als Unternehmer. Grund: Über 30 % der gesamten Steuereinnahmen erzielt der Staat allein durch die Umsatzsteuer. Sie ist seine wichtigste Einkommensquelle, und ein kompliziertes Regelwerk soll Hinterziehungen vorbeugen.

Fehler passieren hier besonders häufig – deshalb sind die Prüfungen für den Fiskus ein einträgliches „Geschäft“. Lesen Sie deshalb hier, wo die Prüfer vom Finanzamt besonders genau hinschauen und wie Sie Umsatzsteuer-Nachzahlungen vermeiden: Sie erledigen Ihre Umsatzsteuerangelegenheiten allein, ohne Steuerberater? Dann müssen Sie sich gut im Umsatzsteuerrecht auskennen. Viel gewonnen haben Sie aber schon, wenn Sie die Punkte kennen und beachten, die der Fiskus ganz besonders ins Visier nimmt.

Umsatzsteuer: Art der Ausweisung in Rechnungen ist entscheidend

Es geht vor allem um die Art und Weise, wie Sie die Umsatzsteuer in Rechnungen ausweisen und anmelden. Mit folgenden 3 Punkten hat jedes Unternehmen zu kämpfen:

• Vorangemeldete und erklärte Umsätze weichen voneinander ab.

• Fehlerhafte Eingangsrechnungen berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug.

• Es werden generell 19 % Vorsteuer gezogen.

Schon Ihr Finanzamtssachbearbeiter behält diese Punkte im Auge, wenn Sie Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder Ihre Umsatzsteuer-Erklärung abgeben. Genauestens untersucht werden sie bei einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung bzw. umfassenden Betriebsprüfung. Ob Sie in diesen Bereichen alles richtig machen, können Sie hier überprüfen.

Gefahr 1: Ihre vorangemeldeten und erklärten Umsätze weichen voneinander ab

Genau betrachtet werden, wie die Werte Ihrer Umsatzsteuer-Jahreserklärung mit denen aus Ihren Umsatzsteuer-Voranmeldungen zusammenpassen. Erklären Sie nach Jahresende höhere Umsätze als zuvor in den Voranmeldungen, sodass sich eine Umsatzsteuer-Nachzahlung ergibt, wecken Sie sofort das Interesse des Finanzamts.


Beispiel: Hohe Nachzahlung nach Jahresende

Malermeister Tom Müller hat in seinen Voranmeldungen Januar bis Dezember Netto-Erlöse in Höhe von 50.600 € angegeben. Später findet er noch eine Ausgangsrechnung, die er falsch abgelegt hatte. Diese erfasst er im Rahmen seiner Jahresabschlussarbeiten. Die Netto-Erlöse laut Umsatzsteuer-Jahreserklärung betragen nun 57.300 €, er muss 1.273 € MwSt. nachzahlen.

Die meisten Finanzämter werden für eine solche Abweichung eine Erklärung von Ihnen fordern. Vergessene Rechnungen sind zwar eine plausible Erklärung, werfen aber kein gutes Licht auf Ihre unternehmerische Sorgfalt. Ein „Minuspunkt“ in Ihrer Akte ist Ihnen sicher. Bei mehreren „Minuspunkten“ oder wenn Sie keine plausible Erklärung liefern können, müssen Sie mit Konsequenzen rechnen – von der Umsatzsteuer-Sonderprüfung bis hin zur Anzeige wegen Steuerhinterziehung. Möglich ist auch, dass Sie in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung weniger Erlöse als in den Voranmeldungen angeben. Das kann nur auf Fehler in Ihrer Buchhaltung zurückzuführen sein, die Sie erklären müssen und denen eventuell durch eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung nachgegangen wird.

Vorsicht: Achten Sie genau darauf, dass Sie Ihre Umsätze schon in den Voranmeldungen vollständig und richtig erfassen. Dann kann es nicht zu größeren Abweichungen in der Jahreserklärung kommen. Wenn doch, legen Sie der Jahreserklärung von sich aus ein Schreiben bei, in dem Sie die Abweichungen plausibel erklären.

Gefahr 2: Fehlerhafte Eingangsrechnungen berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug

Rechnungen, die Sie von anderen Unternehmen erhalten, müssen alle Pflichtangaben nach § 14 Umsatzsteuergesetz beinhalten. Fehlt nur eine der verlangten Angaben, dürfen Sie aus der Rechnung keine Vorsteuer ziehen. Tun Sie es trotzdem und fällt das bei einer Prüfung auf, kann der andere Unternehmer die fehlende Angabe zwar noch nachreichen, ist das jedoch nicht mehr möglich, zahlen Sie die unberechtigt gezogene Vorsteuer ans Finanzamt zurück.

Gefahr 3: Sie haben generell 19 % Vorsteuer gezogen

Sie kaufen Waren ein, von denen ein Teil mit 7 % MwSt. belastet ist und ein anderer Teil mit 19 %? Dann prüfen Sie sehr genau, ob Sie die Vorsteuer in richtiger Höhe in Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung erfassen. Dabei passieren häufig Fehler – das wissen auch die Prüfer. Viele Unternehmer verbuchen den Gesamtbetrag der Rechnung einfach mit dem Steuersatz von 19 %. Dann ziehen sie zu viel Vorsteuer – die natürlich nach einer Prüfung nachzuzahlen ist.

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