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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Verzicht auf Steuerfreiheit? Darauf sollten Sie achten

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Von Midia Nuri,

Als Kleinunternehmer sind Sie grundsätzlich nicht steuerpflichtig. Aber Sie haben die Möglichkeit, Ihre Umsätze gemäß § 19 Abs. 2 UStG freiwillig der Umsatzsteuer zu unterwerfen (= Option zur Umsatzsteuer).

Darauf sollten Sie beim freiwilligen Verzicht auf die Steuerfreiheit achten

Haben Sie zur Umsatzsteuer optiert, sind Sie verpflichtet, in Ihren Rechnungen die Umsatzsteuer auszuweisen. Und natürlich, eine jährliche Umsatzsteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Dafür dürfen Sie die Ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

Sie legen sich für 5 Jahre fest

Haben Sie freiwillig die Umsatzbesteuerung gewählt, sind Sie 5 Jahre an diese Wahl gebunden. Sie können also erst nach 5 Jahren zur Kleinunternehmer-Regelung zurückkehren.

Die 5-Jahres-Frist gilt nicht, wenn Sie wegen Überschreitens des Grenzwerts von der Kleinunternehmer-Regelung zur normalen Umsatzbesteuerung wechseln müssen.

Beispiel:

Ihr Umsatz hat in 2011 den Grenzwert von 17.500 € nicht überschritten und wird 2012 voraussichtlich nicht mehr als 50.000 € betragen. Obwohl Sie Kleinunternehmer sind, unterwerfen Sie Ihre Umsätze ab dem 1.1.2012 freiwillig der Umsatzsteuer.

An diese Wahl sind Sie nunmehr für 5 Jahre gebunden. Sie können also frühestens ab dem 1.1.2017 zur Kleinunternehmer-Regelung zurückkehren.

Wechsel nur für volle Kalenderjahre möglich

Sie können den Wechsel zur normalen Umsatzbesteuerung nur für volle Kalenderjahre vollziehen. Ein Wechsel im Laufe eines Jahres ist nicht möglich. Sie können dem Finanzamt bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung erklären, dass Sie Ihre Umsätze freiwillig der Umsatzsteuer unterwerfen wollen (Abschn. 247 Abs. 1 UStR).

Das gilt für Ihre Erklärung

Ihre Erklärung, auf die Umsatzsteuerfreiheit verzichten zu wollen, ist nicht an eine bestimmte Form gebunden.

Es reicht also aus, wenn Sie Ihrem Finanzamt Umsatzsteuer-Voranmeldungen bzw. Ihre Umsatzsteuer-Jahreserklärung abgeben. Daraus ergibt sich der Wechsel zur normalen Besteuerung von selbst.

Beispiel:

Im Jahr 2012 sind Sie Kleinunternehmer und haben deshalb in Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Um zu vermeiden, dass der Vorsteuerabzug wegen größerer Investitionen im Laufe des Jahres 2012 entfällt, möchten Sie den Wechsel zur normalen Besteuerung noch nachträglich durchführen.

Da noch keine unanfechtbare Festsetzung der Umsatzsteuer für 2012 vorliegt, dürfen Sie den Wechsel rückwirkend vollziehen.

Rückwirkender Wechsel – Rechnungen korrigieren

Wenn Sie den Wechsel zur normalen Umsatzbesteuerung nachträglich zurücknehmen, müssen Sie auch alle Rechnungen korrigieren, in denen Sie Umsatzsteuer ausgewiesen haben.

Achtung: Soweit es Ihnen nicht möglich ist, Ihren Kunden die Umsatzsteuer zusätzlich (nachträglich) zu berechnen, müssen Sie die Umsatzsteuer aus Ihren Rechnungsbeträgen herausrechnen und ans Finanzamt zahlen.

Wann Sie nicht mehr zurück können

Sie können Ihre Erklärung, freiwillig zur normalen Umsatzbesteuerung zu wechseln, bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung mit Wirkung für die Vergangenheit zurücknehmen (Abschn. 247 Abs. 2 UStR).

Sie können nicht mehr zurück, wenn die Steuerfestsetzung unanfechtbar geworden ist. Sie sind dann auch für insgesamt 5 Jahre an Ihre Erklärung gebunden.

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