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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Vorsteuer optimal abziehen: Diese Besonderheiten gelten, wenn Sie Mitarbeiter bewirten

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Urheber: Kzenon | Fotolia

Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Die in Bewirtungskosten gesonderte ausgewiesene Umsatzsteuer können Sie für Ihr Unternehmen als Vorsteuer abziehen – und zwar nicht nur zu 70 %, sondern in voller Höhe. Dies gilt jedoch nur, soweit die Bewirtungskosten angemessen und nachgewiesen sind. Bei der Bewirtung von Mitarbeitern gelten folgende Details:

Laden Sie einen Mitarbeiter in ein Restaurant ein und geschieht dies nicht im Rahmen einer Geschäftsreise, dann gilt der auf den Mitarbeiter entfallende Teil der Bewirtungskosten als steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Sie können die Bewirtungskosten für dieses Arbeitsessen steuerlich jedoch in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend machen. Die Beschränkung auf 70 % der Bewirtungskosten gilt in diesem Fall also nicht.

ACHTUNG: Ob Sie die Bewirtungskosten in vollem Umfang oder nur zu 70 % als Betriebsausgaben geltend machen können, ist davon abhängig, ob an dem Essen auch Geschäftspartner teilnehmen. BEISPIEL: Sie begeben sich mit einem Geschäftskunden, der bei Ihnen zu Besuch ist, zum Mittagessen in ein Restaurant. Dort sollen die Gespräche über das laufende Projekt fortgesetzt werden. Deshalb bitten Sie auch den Mitarbeiter, der das Projekt unternehmensintern federführend leitet, mit zu Tisch.

Es handelt sich gegenüber dem Mitarbeiter um eine Zuwendung im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse. Die auf den Mitarbeiter entfallenden Bewirtungskosten sind steuerfrei, können jedoch nur in Höhe von 70 % als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

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Wenn ein Mitarbeiter bei einer Auswärtstätigkeit Mahlzeiten einnimmt

Die Gewährung einer Mahlzeit während einer Auswärtstätigkeit ist immer dann vom Arbeitgeber veranlasst, wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Bewirtungskosten erstatten, und die Rechnung über die Bewirtungskosten auf den Namen Ihres Unternehmens ausgestellt ist.

ACHTUNG: Es muss sich um eine übliche Beköstigung handelt. Das ist der Fall, wenn der tatsächliche Wert der Mahlzeit 60 € nicht übersteigt.

BEISPIEL: Übernehmen Sie die Kosten für das Mittag- und das Abendessen, die einem Mitarbeiter während seiner Geschäftsreise entstanden sind, handelt es sich noch um eine „übliche Beköstigung“, wenn der Wert der beiden Mahlzeiten jeweils 60 € und zusammen mithin 120 € nicht übersteigen.

ACHTUNG: Diese Grundsätze gelten in gleicher Weise auch für die Gewährung von Mahlzeiten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung und bei Fortbildungsveranstaltungen.

So handeln Sie bei einem Arbeitsessen betriebsprüfungssicher

Eine Mahlzeit, an der ein Mitarbeiter im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse teilgenommen hat, führt nicht zu geldwerten Vorteilen, bleibt also steuerfrei. Das gilt nicht nur bei der Teilnahme des Mitarbeiters an einem Geschäftsessen, sondern auch für Arbeitsessen.

Bei einem Arbeitsessen handelt es sich um die Bewirtung anlässlich und während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes. Diese Voraussetzung liegt vor, wenn Sie Ihre Mitarbeiter anlässlich und während einer außergewöhnlichen betrieblichen Besprechung oder Sitzung in ganz überwiegenden betrieblichen Interesse an einer günstigen Gestaltung des Arbeitsablaufs unentgeltlich oder teilentgeltlich bewirten und der Wert des Essens 60 € brutto pro Teilnehmer nicht überschreitet.

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