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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Vorsteuerabzug bald auch bei Rechnung per E-Mail möglich

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Steuer Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Der Poststapel, der morgens auf den Schreibtisch kommt, wird immer dünner. Neben abonnierten Zeitschriften bekomme ich per Briefpost eigentlich nur noch Behördenbriefe, Werbung und Rechnungen.Im Klartext:

Und wahrscheinlich wird der Poststapel schon bald noch einmal dünner. Denn nach dem Entwurf für das Steuervereinfachungsgesetz 2011, das vom Bundeskabinett bereits beschlossen wurde und das Ende März im Bundestag und Bundesrat beraten wird, sollen Rechnungen schon ab Juli 2011 per E-Mail verschickt werden können. „Wieso?“, fragen Sie sich möglicherweise jetzt. „Rechnung gibt es doch jetzt auch schon auf elektronischen Weg.“ Die große Telekommunikationsanbieter zum Beispiel senden ihre Rechnungen gern per E-Mail oder stellen sie im Kundenportal zum Download bereit, um Porto zu sparen. Was ist dann neu an dem geplanten Gesetz?

Bisher kein Vorsteuerabzug bei elektronischer Rechnung möglich

Achtung: Wie Sie vielleicht wissen, müssen Rechnungen zahlreichen Anforderungen entsprechen, damit Sie zum Abzug der Vorsteuer berechtigen. Dazu zählt, dass die erhaltene Rechnung nicht einfach vom Empfänger verändert werden kann. Bisher ist der Gesetzgeber der Meinung, dass elektronische – zum Beispiel per E-Mail verschickte – Rechnungen dieser Anforderung nur dann entsprechen, wenn sie eine elektronische Signatur haben. Das ist – einfach ausgedrückt – eine Art Siegel, mit dem bewiesen werden kann, dass die Rechnung unverändert ist.

Durch Steuervereinfachungsgesetz bald Rechnungen per Mail möglich

Und hier liegt der Grund, warum sich elektronische Rechnungen bisher nicht durchgesetzt haben:

  1. Der Versand eigener Rechnungen mit Signatur ist aufwändig und mit Kosten verbunden.
  2. Und wenn Sie eine E-Mail-Rechnung ohne Signatur erhalten und daraus Vorsteuer ziehen, wird die Rechnung im Falle einer Überprüfung nicht anerkannt.

Da war es für die meisten Selbstständigen bisher einfacher, Rechnungen nach guter alter Sitte per Briefpost zu versenden. Doch das wird sich aller Voraussicht nach mit dem neuen Gesetz ändern.

Der Gesetzentwurf verspricht: „Erleichterungen bei der elektronischen Rechnungsstellung, § 14 Umsatzsteuergesetz (UStG)“

Vorsteuerabzug bald auch bei Rechnungen per Mail erlaubt

Im Klartext: Elektronische Rechnungen sollen Papierrechnungen gleichgestellt werden. Wenn das Gesetz wie geplant umgesetzt wird, können Sie Ihre Rechnungen zum Beispiel als PDF-Datei per E-Mail an Ihre Kunden senden und so Zeit, Porto-Kosten und bürokratischen Aufwand sparen. Gleichzeitig können Sie die Umsatzsteuer aus per E-Mail erhaltenen Rechnungen von Ihren Lieferanten bei Ihrer Umsatzsteuervoranmeldung als Vorsteuer geltend machen – auch wenn die elektronische Rechnung keine Signatur aufweist.

Beachten Sie aber: Nach jetzigem Stand der Dinge soll der elektronische Rechnungsversand für alle Leistungen möglich sein, die ab dem 01.07.2011 erbracht werden. Ob es tatsächlich dazu kommt, werde ich Ihnen an dieser Stelle berichten.

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