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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Was, wenn ich bei der Zusammenfassenden Meldung geschlampt habe?

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Von Midia Nuri,

Nobody's perfect. Pannen legt jeder von uns mal hin, auch bei der Steuer. Gerade, wenn Sie sich allein durch Ihre Steuererklärungen durchwursteln. Und gerade auch, wenn Sie mit Blick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Krisen in zahlreichen EU-Ländern gerade operativ mit Umsteuern beschäftigt sind. Da kann schon mal die Zusammenfassende Meldung (ZM) unter den Tisch fallen. Das kann passieren.

 

So ist die Rechtslage

Wenn Ihr Unternehmen im EU-Ausland „unterwegs ist“, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen seiner möglicherweise bestehenden Pflicht zur Abgabe der Zusammenfassenden Meldung (ZM) nachkommt (§ 18a UStG).

Geben Sie eine solche ZM hinsichtlich der Angaben zu meldepflichtigen Dienstleistungen

  • nicht,
  • nicht richtig,
  • nicht vollständig oder
  • nicht rechtzeitig ab,

ist das aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher Regelung eine Ordnungswidrigkeit.

Kurzer Check: Sind Sie zur Zusammenfassenden Meldung verpflichtet?

Eine Zusammenfassende Meldung müssen alle Unternehmen abgeben,

  • die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind
  • und innerhalb der EU grenzüberschreitend steuerfreie Warenlieferungen und/oder
  • Lieferungen im Rahmen von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften ausgeführt haben.

Ausnahme: Nicht zur Zusammenfassenden Meldung verpflichtet sind Kleinunternehmen.

Sind Sie pünktlich?

Die Zusammenfassende Meldung müssen Sie jeweils bis zum 10. Tag nach Ablauf des jeweiligen Meldezeitraums vierteljährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abgeben.

 

Achtung: Die Meldefrist könnte sich ändern

Es ist geplant, dass die ZM monatlich abgegeben werden muss, wenn die neue Quartalsgrenze von 50.000 € überschritten wird. Unternehmen, denen für die Umsatzsteuer-Voranmeldung eine Dauerfristverlängerung von einem Monat gewährt wurde, können diese auch für die Abgabe der ZM beanspruchen.

Und? Alles im grünen Bereich?

  1. Sie sind nicht zur Abgabe der ZM verpflichtet? Wunderbar.
  2. Sie sind zur Abgabe verpflichtet und haben Ihre ZM pünktlich abgegeben? Ebenfalls wunderbar.
  3. Sie sind zur ZM verpflichtet, aber da ist wohl etwas schief gelaufen? Dann könnte es Ärger geben. Den bekommen Sie aber in den Griff.

Lesen Sie jetzt bitte weiter, da steht, was auf Sie zukommt.

Fall 1: Sie haben einen Fehler gemacht

a) Sie stellen fest, dass Sie in einer Umsatzsteuer-Voranmeldung oder in der Umsatzsteuererklärung irrtümlich innergemeinschaftliche Lieferungen/Leistungen angegeben haben.

Das sollten Sie tun: Teilen Sie dies dem BZSt mit. Und: Korrigieren Sie Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung.

b) Sie werden an die Abgabe einer Zusammenfassenden Meldung erinnert, obwohl Sie diese bereits abgegeben haben.

Das sollten Sie tun: Prüfen Sie, ob Sie die richtige USt-IdNr. angegeben haben. Fügen Sie Ihrer Antwort an das Bundeszentralamt für Steuern ggf. eine Kopie der bereits abgegebenen Zusammenfassenden Meldung bei.

Fall 2: Sie haben die Zusammenfassende Meldung nicht abgegeben

Dann droht Ihnen ein Zwangsgeld.

Wird die Zusammenfassende Meldung trotz 2-maliger Erinnerung ohne Angabe von Gründen nicht abgegeben, kann das Bundeszentralamt für Steuern – gegebenenfalls sogar wiederholt und zusätzlich zu einem Bußgeld – ein Zwangsgeld festsetzen.

Dieses vermeiden Sie von vornherein, indem Sie eine Fristverlängerung beantragen. Dies ist entgegen einem weitverbreiteten Irrtum grundsätzlich möglich. Zuständig ist das BZSt.

Tipp: Ein formloses Schreiben reicht.

Fall 3: Sie haben Ihre Zusammenfassende Meldung verspätet abgegeben

Der Verspätungszuschlag beträgt 1% aller zu meldenden Bemessungsgrundlagen für innergemeinschaftliche Warenlieferungen bzw. Dienstleistungen. Der Verspätungszuschlag darf höchstens 2.500 € betragen.

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