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Der Abzug der Vorsteuer ist Kernbestandteil des bestehenden Umsatzsteuersystems. Ändern sich die Verhältnisse, die für den ursprünglichen...

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Zwei dumme Umsatzsteuerfallen

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Steuern Umsatzsteuer

Von Midia Nuri,

Hand aufs Herz: Schauen Sie sich jede Eingangsrechnung, die Sie bekommen, wirklich ganz genau an? Sollten Sie!

Denn: Wenn Sie aus Ihren Eingangsrechnungen Vorsteuer ziehen – also bei Ihren Umsatzsteuervoranmeldungen die in diesen Rechnungen enthaltene Umsatzsteuer abziehen – dann kann es jederzeit passieren: Ihr Finanzamt will sich mal stichprobenartig Ihre Rechnungen anschauen, um zu sehen, ob wirklich alle Vorsteuerbeträge zu Recht abgezogen wurden. Und dabei finden die Beamten gern ein Haar in der Suppe. Und sie finden die Punkte, an denen Selbstständige nichts ahnend und nichts Böses wollend in dumme Fallen gelaufen sind. Wenn die Rechnung nicht zu 100 Prozent den Anforderungen an einen ordnungsgemäßen Beleg entspricht, wird der Vorsteuerabzug gestrichen und Sie müssen nachzahlen. Zwei der wenig bekannten Fallen finden Sie hier:

Falle 1: Lieferzeitpunkt nicht richtig angegeben

Viele Selbstständige denken, das Rechnungsdatum reicht als Angabe des Lieferzeitpunkts, wenn Lieferung und Rechnung zusammenfallen.

Beispiel: Sie kaufen im Büromarkt einen Drucker für 200 € plus Umsatzsteuer von 38 €. Sie zahlen in bar. Auf dem Kassenbeleg ist nur das Datum angegeben, nicht aber ein konkreter Liefertermin – dann kann es jetzt passieren, dass dieser Beleg nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt! Das sind 38 verlorene Euro – allein bei diesem kleinen Kauf!

Auf jeder Rechnung muss der Zeitpunkt der Lieferung auch dann zwingend angegeben sein, wenn er mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist. Davon ausgenommen sind nur Rechnungen über An- oder Vorauszahlungen (BFH, Urteil vom 17.12.2008, Az. XI R 62/07).

Falle 2: Leistungsbeschreibung ist nicht genau genug

Eine weitere häufig übersehene Falle lauert bei der Leistungsbeschreibung: In einer wichtigen Entscheidung hat der Bundesfinanzhof (BFH) vor 2 Jahren gezeigt, wie genau Sie es damit nehmen müssen (Urteil vom 8.10.2008, Az. V R 59/07): In dem Fall ging es um eine Rechnung, in der die Leistungsbeschreibung wie folgt lautete: „technische Beratung und Kontrolle“. Das Unternehmen, das diese Rechnung bekommen hatte, machte die Umsatzsteuer daraus als Vorsteuer geltend – ein stattlicher Betrag, schließlich ging es um eine Nettosumme von 50.000 €. Die Beschreibung der Leistung in der Rechnung sei nicht ausreichend, so der BFH. Die abgerechnete Leistung könne bei der vagen Beschreibung nicht identifiziert werden. Das heißt: Vorsteuerabzug nicht möglich!

Tipp: Akzeptieren und zahlen Sie Rechnungen nur dann, wenn die Leistung bzw. Lieferung genau beschrieben und eindeutig zuzuordnen ist. Im obigen Beispiel könnte eine korrekte Leistungsbeschreibung so lauten: „Wartung und Kontrolle der XY-Maschine am 23.8.2010, 8 Stunden à 45 ?€ …“

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