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PR-Auftritte im Fernsehen: Fehler bei TV-Auftritten vermeiden

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Sie kennen ihn, Sie fürchten ihn: den Lupeneffekt einer TV-Kamera. Jeder kleine Fehler erscheint im Bild, sendet Signale aus, die ablenken von Ihren Worten und vor allem von Ihrer Kompetenz. Unnachgiebig zoomt das Objektiv auf den glänzend beleuchteten, lichten Haaransatz, auf die perlende Stirn, auf die groß gemusterte, schräg sitzende Krawatte, auf das hilflos wirkende Zurückstreichen einer Lockensträhne. Jedes kleine Zappeln, Räuspern, Zwinkern wird erfasst - und gesendet. Und der Zuschauer sieht hin, entscheidet, dass ihn diese Kleinigkeiten stören, und schon verhallen Ihre Worte ungehört. Denn kein Medium bietet derartig viel Ablenkungspotential wie das Fernsehen. Daher ist es sinnvoll, die Störquellen zu kennen und auszuschalten, und zwar bevor Sie auf Sendung gehen mit Ihrem Presse-Statement von wenigen Minuten. Die erfahrene PR-Fachfrau Dr. Marion Steinbach gibt Ihnen in diesem aktuellen Beitrag aus PR Praxis Tipps, wie Sie die 5 TV-Fallen geschickt vermeiden.

3 Minuten Hochform vor der Kamera

Ein Presse-Statement dauert in der Regel wenige Minuten, das bedeutet: geballte Aufmerksamkeit, pointierter Inhalt. Hier gibt es keine Zeit, um sich warmzureden, um sich einzufühlen in die Situation. Im Gegenteil: Sie starten von 0 auf 100 in Sekundenschnelle.

Auf diese 5 Fallen sollten Sie vor Ihrem TV-Auftritt achten.

1. Falle: Kleidung

Wählen Sie eine dezente Kleidung. Weder starke Kontrastfarben noch klein karierte Muster oder gar grelle Farben erscheinen im Kameralicht vorteilhaft. Mit Ersterem erzeugen Sie den sogenannten Moiré-Effekt, der Sie munter flimmern lässt, mit Letzterem irritieren Sie für einige Sekunden den Zuschauer und lenken in der Kürze der Zeit von Ihren Worten ab.
Achtung: Wenn Ihr Statement aufgenommen und im Blueoder Green-Box-Verfahren bearbeitet wird, vermeiden Sie unbedingt alle Blau- und Grüntöne in Ihrer Kleidung, schlimmstenfalls geht Ihre optische Körperlichkeit verloren und nur der Kopf bleibt erkennbar. Wählen Sie eine businessgerechte Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen. Und: Bitte vergessen Sie das Putzen der Schuhe nicht, denn sollte die Kamera zum Schluss ein Bild in der Totalen senden, sind Sie von Kopf bis Fuß zu sehen.

2. Falle: Gesicht

Benutzen Sie auf jeden Fall teintfarbenen Puder - im Gesicht, am Haaransatz, an lichten Stellen, auf Hals und Dekolleté. Das gleißende Licht schluckt Farbe und erzeugt Glanz und beides sieht unvorteilhaft auf dem Bildschirm aus. Wenn es geht, nehmen Sie die Brille ab. Denn es können je nach Gestellgröße unschöne Schatten im Gesicht entstehen und dem direkten Blick scheint eine Barriere vorgesetzt. Dieses Problem umgehen Sie mit Kontaktlinsen.

3. Falle: Gestik

Bitte studieren Sie keine Gesten ein. Sie würden sich eines authentischen Auftritts berauben. Gesten dienen in einem Statement - sehr verhalten eingesetzt - zur Unterstreichung des Gesagten und beziehen sich in diesem Format auf den Einsatz der Hände:

  • Offene Handflächen auf Brusthöhe: Distanz, Stopp-Zeichen
  • Halb offene Handflächen seitwärts: Ehrlichkeit, Offenheit
  • Verschränken der Finger: Konzentration, innere Abgewandtheit
  • Handflächen mit ausgestreckten Fingern nach unten führen: Unterdrückung, zurückgehende Entwicklung
  • Hand abrupt zur Seite führen: Beenden eines inakzeptabeln Themas
  • Fehlende Handzeichen: Unsicherheit, Langeweile

4. Falle: Kleine Angewohnheiten

Vielleicht fassen Sie sich an die Nasenspitze, wenn Sie konzentriert nachdenken, vielleicht streichen Sie sich über Ihr Kinn, wenn Sie wohlwollend argumentieren, vielleicht kräuseln Sie die Stirn oder kneifen die Augen zusammen, wenn Sie etwas mit Nachdruck mitteilen möchten - bitte unterlassen Sie all diese kleinen Angewohnheiten vor der Kamera. Sie wirken irritierend.
Vorsicht: Mikrofon
Zum Bild gehört der Ton - und der hat es in sich. Jedes Rascheln des Papiers und jedes Räuspern wird übertragen. Auch wenn Sie nicht im Bild sind, die Regie hört jedes Wort mit.

5. Falle: Artikulation

Nachlässiges Sprechen verwischt Ihre inhaltliche Positionierung. Anleitung und Übungen zur korrekten Aussprache finden Sie in drei Teilen unter
www.logomedien.de/pdf/logovidtexte/artikulation_teil1_text.pdf.

Fazit

Jede noch so kleine Sendesequenz bedarf der sorgfältigen Vorbereitung, damit Sie kompetent und authentisch wirken, damit Sie Ihrem Unternehmen ein sympathisches Gesicht verleihen. Blicken Sie bei einem Statement in die Kamera, und zwar schon bevor das rote Licht angeht, damit Sie von der ersten bis zur letzten Minute präsent sind, damit Sie sofort mit Ihrem Text beginnen können, ohne Räuspern, ohne Begrüßung, ohne schweigende Sekunden. In 3 Minuten ist Ihr thematischer Einsatz gefragt.
Achtung: Provozieren Sie während Ihres kurzen Statements nicht. Prüfen Sie Ihren Text danach, ob Ihre Aussagen auch aus dem Kontext gerissen in Ihrem Sinne wirken.

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