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Es muss nicht immer Geld fließen – lassen Sie sich von unseren 10 Ideen inspirieren

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Sponsoring
Urheber: Melpomene | Fotolia

Von Bernd Röthlingshöfer,

Sie denken beim Sponsoring unwillkürlich an Geldbeträge, die vom Sponsor zum Gesponserten fließen? Das ist die klassische Form des Unterstützens. Aber es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten, die unter Umständen viel passender sind.

Diese 10 alternativen Formen des Sponsorings sind ebenso hilfreich und nachhaltig – und entlasten ganz nebenbei Ihr Firmenbudget.

1. Stellen Sie Ihre Räume zur Verfügung


Ihre Räumlichkeiten werden tagsüber als Büros genutzt – und nach Feierabend? Es herrscht gähnende Leere auf den Fluren und in den Hallen. Das ist Verschwendung von Ressourcen! Stellen Sie doch Räume zur Verfügung, damit sich dort Vereine zu Vorstands- oder Mitgliedersitzungen treffen, die andernfalls für viel Geld Räume in Hotels anmieten müssten. Möchten Sie sich im Kunst-Sponsoring engagieren, bieten Sie Ihre Räumlichkeiten doch für eine Ausstellung an. Das ist natürlich vor allem dann besonders attraktiv für die Künstler und für Sie als Sponsor, wenn Sie in diesen Räumlichkeiten viel Publikumsverkehr haben, also viele Menschen Ihr Engagement wahrnehmen. Extra-Tipp Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern, Kopierer, Drucker oder Fax für ihren Verein zu nutzen – natürlich in einem überschaubaren Rahmen. So fördern Sie das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter und den Verein.

2. Bieten Sie Ihre Fahrzeuge samt Fahrer an

Ihre Transporter fahren ja ohnehin: Nehmen Sie Güter mit, die die Vereine andernfalls mit eigens angemieteten Fahrzeugen transportieren lassen müssten. Alternativ hierzu stellen Sie doch Ihre Wagen, gegebenenfalls mit Fahrer, bereit. Das kostet Sie den Arbeitslohn und ein bisschen Sprit. Nichts im Vergleich zu Dank und Ansehen, das Sie gewinnen, wenn Sie Organisationen auf diese Weise helfen, Güter zum gewünschten Ort zu transportieren.

3. Informieren Sie gezielt

Zeigen Sie in Ihren Kommunikationsmedien die Arbeit der Vereine, die Sie unterstützen. Veröffentlichen Sie dort Spendenaufrufe. Das kostet Sie nichts – bringt den Vorgestellten aber enorm viel!

4. Teilen Sie Ihr Know-how

Als Unternehmen verfügen Sie über Wissen, von dem soziale Einrichtungen oder Vereine nur träumen. Sponsern Sie eine Einrichtung, indem Sie Ihr Know-how zur Verfügung stellen. Unterstützen Sie beispielsweise in Form

  • von Beratungen,
  • der kostenlosen Teilnahme an Veranstaltungen, in denen Sie das Wissen an Kunden, Partner oder Mitarbeiter weitergeben,
  • der Erstellung eines Leitfadens,
  • von Schulungen,
  • von Prüfungen der vom Gesponserten erstellten Materialien und Unterlagen.

Übrigens: Wenn Unternehmen ihre Kernkompetenz unentgeltlich sozialen Einrichtungen zur Verfügung stellen, wird das als „Pro-bono“-Leistung bezeichnet.

5. Verschenken Sie lieber, statt günstig zu verkaufen

Sie produzieren oder verkaufen etwas, das weniger finanzkräftige Einrichtungen gut brauchen können und sonst vielleicht für viel Geld (bei Ihnen) kaufen müssten? Stellen Sie es ihnen kostenlos zur Verfügung. Vielleicht gibt es bei Ihnen ja auch Produkte 2. Wahl, die zwar funktionstüchtig sind, aber vielleicht einen kleinen Mangel haben? Dann verschenken Sie diese lieber, als sie in einem Outlet für kleines Geld zu verkaufen.

6. Loben Sie einen Preis aus

Wenn Sie einen Branchen- oder einen Themenpreis ausloben und regelmäßig vergeben, ist das auch eine Form des Sponsorings. Haben Sie durch die zugehörige Öffentlichkeitsarbeit den Preis bekannt gemacht und ihm durch eine Experten-Jury auch ein entsprechendes Renommee gegeben, tritt die Höhe des Preisgeldes hinter Bekanntheitsgrad und Ansehen zurück, das dem Preisträger zuteilwird. Sie als Sponsor profitieren von dem Renommee der Jury, die für Ihren Preis tätig wird, und von den Leistungen der Preisträger.

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7. Geben Sie Menschen eine Chance


Viele Organisationen bemühen sich, Jugendliche oder ältere Arbeitnehmer in einen Job zu vermitteln. Wählen Sie eine Einrichtung aus, der Sie zusichern, jedes Jahr eine bestimmte Zahl an Praktika, Ausbildungsplätzen oder (Mini-)Jobs anzubieten.

8. Beauftragen Sie Einrichtungen für Menschen mit Handicap

Wissen Sie, was die Lebenshilfe oder die Werkstätten der Behindertenhilfe alles anbieten? Die Palette reicht vom Blumenschmuck für Veranstaltungen über das Aufstellen von Christbäumen in Ihrer Lobby (inklusive Schmücken des Baumes) bis zur Renovierung von Räumen und der Entrümpelung Ihres Lagers.

In den Werkstätten werden zudem Produkte gefertigt, die vielleicht auch in Ihrer Firma gebraucht werden. Fragen Sie doch einfach mal nach und lassen sich das Portfolio der Lebenshilfe beziehungsweise der Werkstätten Ihrer Stadt vorstellen.

9. Stellen Sie Ihre Mitarbeiter zur Verfügung

Vielen Einrichtungen hilft es, wenn sie Unterstützung durch Manpower bekommen, weil es in den eigenen Reihen nicht genug helfende Hände gibt. Stellen Sie daher Ihre Mitarbeiter für einige Stunden im Monat für soziale Aufgaben frei. Das kann für den Verein sein, in dem sie ohnehin engagiert sind. Oder für einen Verein, den Sie als Unternehmen unterstützen wollen. Oder vereinbaren Sie, regelmäßig bei bestimmten Arbeiten in der von Ihnen geförderten Einrichtung zu helfen, etwa bei Reparaturarbeiten, Baumaßnahmen oder einfach bei regelmäßig anfallenden Pflegearbeiten beispielsweise im Garten der Einrichtung, die Sie als Sponsor fördern. 

10. Lassen Sie Kunst versteigern

Gleich in 2-facher Hinsicht haben Sie die Möglichkeit, dabei Gutes zu tun: Initiieren Sie ein Sponsoringprojekt für junge Künstler. Ermöglichen Sie diesen im Rahmen des Sponsorings, Kunstwerke zu kreieren. Diese Kunstwerke werden dann für einen guten Zweck versteigert. Das Modell funktioniert auch mit Schülern: Statten Sie regelmäßig einen Jahrgang einer Schule an Ihrem Firmensitz mit Malmaterialien aus. Lassen Sie die Kinder und Jugendlichen malen oder Kunstwerke gestalten. Diese werden anschließend beim Schulfest ausgestellt und für eine andere Einrichtung versteigert.

FAZIT: Die Möglichkeiten, sich als Sponsor zu engagieren, sind vielfältig. Manche Formen des Engagements sind nicht ganz trennscharf zur Spende: Aus Sachspenden beispielsweise wird Sponsoring, wenn Sie sich vertraglich zu dieser Form der Unterstützung verpflichten und wenn der Empfänger Ihnen hierfür eine Gegenleistung zusichert, etwa in Form eines öffentlichen Danks, der Platzierung Ihres Logos oder der Erlaubnis, dass Sie sich „Offizieller Förderer von ...“ nennen dürfen.

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