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Garantieversprechen – so machen Sie es richtig!

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Garantieversprechen – so machen Sie es richtig!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit Garantiversprechen werben Hersteller gerne und Händler greifen diese ebenso gerne auf. Die Werbung mit diesen Garantien überzeugt sicher manchen noch zögernden Kunden. Doch sollten Sie als Onlinehändler große Vorsicht walten lassen. Derartige Garantieversprechen sind an einige rechtlichen Regeln gebunden. Halten Sie sich nicht daran, kann dies teuer werden, wenn Sie von einem Wettbewerber abgemahnt werden.

Zuerst die Vorschriften lesen und dann versprechen!

Händler Alfred Ellinger (Name geändert) bietet in seinem Shop hochwertige Lifestyleartikel feil und macht damit recht ordentliche Umsätze. Manche der hochpreisigen Produkte kommen mit einer 5-jährigen Herstellergarantie daher. Dies erwähnt Ellinger natürlich in der Produktbeschreibung.

 

Aber genau dieses rief einen Mitbewerber auf den Plan, der die gleichen Produkte verkauft, aber diese Garantie – warum auch immer – nicht deklariert. In der Abmahnung hieß es, Ellinger kläre den Kunden nicht darüber auf, wer denn überhaupt die Garantieleistungen erfülle und es werde auch nicht darüber belehrt, dass die Garantie keinen Einfluss auf die gesetzliche Gewährleistung habe. Rechtlich gesehen ist das korrekt und die Abmahnung berechtigt.

Was hat Ellinger nun falsch gemacht?

Die Sache ist – genau betrachtet – recht einfach. Ellinger hat übersehen, dass der Gesetzgeber vorschreibt, den Kunden darüber zu informieren, an wen er sich wenden muss, wenn er die Herstellergarantie in Anspruch nehmen will. Normalerweise ist das der Hersteller. Entweder benennt man dazu im Shop, am besten auf einer eigenen Informationsseite, den Hersteller mit Namen, Adresse und weiteren Kontaktdaten. Manche Hersteller halten dafür sogar besondere Kontaktdaten bereit.

Zusätzlich ist an jeder Stelle, an der diese Garantien erwähnt werden, ein sprechender Link auf diese Infoseite zu setzen und schon sind Sie aus dem Schneider.

Fast! Denn zumindest auf dieser Infoseite müssen Sie noch darauf hinweisen, dass die Garantie nicht mit der gesetzlichen Gewährleistung zu verwechseln ist, dass sie eine zusätzliche Leistung des Garantigebers ist und – ganz wichtig – dass die Garantie keine Auswirkung auf die Rechte des Kunden aus der gesetzlichen Gewährleistung hat.

Auf die Feinheiten kommt es an.

Um ganz auf "Nummer Sicher" zu gehen, bieten Sie dem Kunden die jeweiligen Garantiebedingungen auch noch im Volltext an. Viele Hersteller haben dazu PDF-Infoblätter vorbereitet, die man schnell und einfach als Download einbinden kann.

Wenn Sie nun denken, das sei alles etwas überzogen, gebe ich Ihnen diesmal kein Recht. Gerade weil im Sprachgebrauch die Begriffe „Gewährleistung“ und „Garantie“ verwechselt, vermischt und meistens falsch interpretiert werden, tut die Aufklärung not.

Gewährleistung ist das, was der Gesetzgeber geregelt hat. Da gibt es eine 2-jährige Frist, innerhalb derer ein Käufer reklamieren kann. In den ersten 6 Monaten nach dem Kauf hat der Händler zu beweisen, dass kein Mangel vorlag. Danach greift die Beweislastumkehr und der Kunde muss beweisen, dass der Mangel schon vorher vorlag. Erfüllungspflichtig ist hier grundsätzlich der Vertragspartner des Käufers, also der Händler.

Die Garantie ist eine freiwillige Sache dessen, der sie gibt. Das kann der Hersteller sein, aber auch jemand anderes, wie z. B. Großhändler oder Händler. Der Garantiegeber kann diese Garantie inhaltlich, zeitlich und räumlich frei gestalten. Doch dürfen dadurch keine der gesetzlichen Gewährleistungsansprüche eingeschränkt werden. Besser stellen kann man den Kunden jederzeit.

Um eine teure Abmahnung wegen einer Wettbewerbsverletzung zu vermeiden, sollten Sie diese Dinge beherzigen und für Rechtssicherheit in Ihrem Shop sorgen. Den Rat eines fachkundigen Anwaltes einzuholen ist preisgünstiger als eine Abmahnung.

Ihr

Arthur W. Borens

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