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Social Media - vermeiden Sie ein Desaster!

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Social Media - vermeiden Sie ein Desaster!

 

Sie haben in letzter Zeit nicht nur von mir einiges über "Social Media" und "Social Commerce" lesen können. Die Meinungen und Einschätzungen gehen dabei deutlich auseinander. Dass ich nicht gerade voll des Lobes bin, wissen Sie ja schon. Meine Einstellung wird sich auch so schnell nicht ändern.

Nun wurde ich in den letzten Wochen mehrfach gefragt, wieso ich denn Facebook als Shoppingplattform nicht empfehlen könne.

Die Antwort ist, wie so oft, nicht einfach. Kommt es doch immer auch darauf an, wer etwas wann, wie und an welcher Stelle im Netz etwas unternimmt.

 


Dass ein Onlinehändler insbesondere darauf zu achten hat, dass er seine Zielgruppe in der richtigen Art und Weise anspricht und dort "abholt", wo sie sich normalerweise aufhält, habe ich schon mehrfach postuliert.
Doch was ist das "Wie" und wo ist das "Wo"?

Das "Wie" bedeutet, dass man sowohl das optische Erscheinungsbild seines Shops wie auch den Sprachgebrauch an die Gewohnheiten und Erwartungen seiner Kunden anpassen soll. So fühlen diese sich gleich heimisch und verstanden.

Das "Wo" ist schon schwieriger einzuschätzen, wenn man nicht gerade für eine sehr eng begrenzte Interessengruppe anbietet, die sich nur in ganz bestimmten Foren und Communities herumtreibt.

Und da sind wir wieder bei Thema "Social Media". Ja, Facebook und Konsorten haben Millionen User versammelt. Doch fragen wir uns, was diese User dort überhaupt tun. Und wer diese User eigentlich sind. Das Gros dieser User sind Kinder und Jugendliche, bestenfalls junge Erwachsene. Die Anzahl der wirklich kaufkräftigen erwachsenen User ist immer noch relativ gering.


Das bedeutet, dass man in solchen Communities bestenfalls die Produkte bewerben kann, die für diese Leute wirklich sehr interessant sind. Dabei muss man sich aber auch die Frage stellen, ob der dafür zu betreibende Aufwand im Verhältnis zum erzielten Ergebnis wirklich noch wirtschaftlich zu nennen ist.

Wie man mit solchen Aktionen mächtig viel Geld verbrennen kann, hat kürzlich erst der Limonadenhersteller Pepsi bewiesen, als er ein riesiges Werbebudget von der klassischen Werbung (TV, Print etc.) ins Internet verschob. Mit einem Budget von weit über 20 Millionen (!) Dollar initiierte Pepsi eine breit angelegte Social-Media-Kampagne. Jeder Branchenkenner hätte dabei laut mit der Zunge geschnalzt.

Augenscheinlich ein Top-Ergebnis

Was das Ergebnis in den Communities anging, hatte Pepsi wohl alles richtig gemacht. Bei Facebook fuhr die Kampagne gut 3,5 Millionen "Likes" ein, bei Twitter satte 60.000 "Follower" und insgesamt wurden rund 80 Millionen Teilnehmer gezählt.
Doch das dicke Ende kam, als am Ende das Betriebsergebnis von Pepsi ausgewertet wurde. "Pepsi-Cola" und "Diet-Pepsi" hatten happige 5 Prozent Marktanteil verloren. In Dollar ausgedrückt entspricht das einem Verlust von etwa 400 bis 500 Millionen. Zudem verlor Pepsi ungefähr achtmal mehr Marktanteile als im Vorjahr.
Was als Booster nach oben gedacht war, stürzte Pepsi noch viel schneller ins Tal, als dies jemals zuvor passiert war.

Mir sagt das wieder einmal, dass man nicht genug aufpassen kann, was man tut. Hat Pepsi aus Sicht einer internetaffinen Werbeagentur auch alles richtig gemacht und Millionen Menschen angesprochen, wurde doch der Kardinalfehler begangen, das Internet und die Wirkung von Social Media total zu überschätzen und die klassischen Werbeträger wie TV und Printmedien zu vernachlässigen.

Lernen Sie aus solchen Vorkommnissen und vertrauen Sie sich nicht blind den Hypes und süßen Gesängen von Internetsirenen. Bewahren Sie die Ruhe, einen kühlen Kopf und schauen zuerst einmal nach, wo sie Ihre Kunden wirklich am besten erreichen.
Und nun meine Antwort auf Ihre Frage:

Ich sage ja nicht, dass Facebook dafür absolut nicht geeignet sei. Für den einen oder anderen Händler mit einem entsprechenden Budget mag Facebook rentabel sein. Aber sicher nicht für die Masse und jeden "kleinen" Händler.

Vor allem darf Facebook nicht zum alleinigen Werbemedium mutieren, denn das macht nicht nur abhängig, sondern vernachlässigt die vielen anderen (klassichen) Kanäle, mit denen möglichweise weitaus mehr echte Kunden akquiriert werden können. Viele "Follower", "Friends" und "Liker" sind nach lange keine zahlenden Kunden!

Ihr

Arthur W. Borens

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