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Versandkosten – Umsatzbremsen oder Beschleuniger?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

die Versandkosten (VK) sind nicht nur eine wirtschaftliche Größe in Ihrem Onlineshops, sondern können Ihren Umsatz ausbremsen oder beschleunigen. Sie sind also gefordert, Ihren Kunden ein möglichst vorteilhaftes Angebot zu machen, ohne dabei unwirtschaftlich zu handeln.

Händler streben nach vollem Kostenausgleich

So schön die Ware und so gut der Preis auch sind, die anfallenden Kosten, um die Waren auch zum Kunden zu bringen, stören eigentlich nur. Es wäre schön, wenn man sie einfach ignorieren könnte. Doch leider langen die Logistiker auch gerne kräftig zu.

Ideal wäre es also, den Kunden überhaupt keine Versandkosten anzuzeigen und „frei Haus“ zu liefern. Dafür müssen die Kosten jedoch irgendwie in die Warenpreise einkalkuliert werden. Damit läuft man aber Gefahr, keine konkurrenzfähigen Preise bieten zu können. Zumindest in einigen Branchen. Bei ausreichend großer Marge ist das natürlich kein Problem.

Kunden rechnen und vergleichen

Doch auch die separate Ausweisung von Versandkosten bei niedrigeren Warenpreisen ist nicht wirklich die ideale Lösung. Ihr Kunde sieht zwar zuerst einmal den Warenpreis, der ggf. ein wenig günstiger ist als bei Ihrer Konkurrenz, aber er kann ja rechnen.

Längst gehört es zu den Grundregeln des Einkaufs im Internet, die bei einer Bestellung anfallenden Nebenkosten auf die Warenpreise umzulegen.

Bei größeren Warenkörben sind das vielleicht nur „Peanuts“, doch wenn ein Artikel für 9,90 EUR noch Versandkosten von 4,90 EUR verursacht, stimmt das Verhältnis nicht mehr. Es sei denn, der Artikel ist um mindestens diese 4,90 EUR günstiger als im stationären Handel oder so rar, dass er dennoch gekauft wird. Beides trifft wohl eher selten zu.

Der Gesetzgeber gibt strenge Regeln vor

Nun könnte man als Händler noch auf die Idee kommen, die Versandkosten erst einmal zu vernachlässigen und erst am Ende der Bestellung dem Warenkorb hinzuzufügen. Nichts da! Die gesetzlichen Regeln schreiben vor, dass der Kunde schon beim Warenpreis über mögliche Versandkosten informiert werden muss, zumindest mit einem „sprechenden Link“ zu einer genauen Übersicht.

Diese Übersicht muss alle möglichen Zielgebiete und die jeweils zugehörigen Versandkosten explizit ausweisen, in die der Händler tatsächlich liefert. Am Rande sei noch bemerkt, dass Kunden auch nur diese Länder als ihr Herkunftsland auswählen dürfen. Alle anderen Länder, die eventuell noch in der Datenbank vorhanden sind, müssen Sie entfernen.

Die ideale Lösung gibt es nicht

So steht jeder Onlineverkäufer vor dem Dilemma, einerseits die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und andererseits die Gesamtkalkulation im wirtschaftlichen Rahmen zu halten. Leider lässt sich nicht pauschal sagen, diese oder jede Versandform und Kostendeklaration sei die optimale. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den Branchen und Einkaufspeisen.

Sie als Händler müssen entscheiden, wie viel Sie Ihren Kunden abknöpfen, um die Lieferungen zu ihnen zu bringen. Nur Sie kennen (oder sollten es zumindest!) ihre Margen und was unterm Strich für Sie selbst übrig bleibt.

Die besten Karten haben Sie natürlich mit niedrigen Warenpreisen und gleichzeitig freier Lieferung. Nur wer kann sich das wirklich leisten? Und „hohe“ Preise mit „hohen“ Versandkosten schrecken zwar manche Kunden auch nicht ab, aber die Mehrzahl wird dann wahrscheinlich nicht bei Ihnen einkaufen.

Wie so oft, liegt die „Wahrheit“ irgendwo dazwischen

Nun müssen Sie entscheiden, ob sie die vollen Versandkosten separat ausweisen, eine Pauschale anbieten, oder die Kosten in den Warenpreis einkalkulieren. Oft bietet sich eine Mischkalkulation mit einer VK-Pauschale an.

Wenn Ihre Margen es erlauben, schrauben Sie die VK so niedrig wie möglich und suchen sich einen zuverlässigen und dennoch preiswerten Logistiker. Und beachten Sie die Reihenfolge: Zuerst zuverlässig, dann preisgünstig. Der günstigste Auslieferer nützt Ihnen wenig, wenn er unzuverlässig ist!

 

 

Diese Tipps sollten Sie beherzigen:

  • Kalkulieren sie die VK in die Preise ein, wenn es vertretbar ist.
  • Andernfalls arbeiten Sie mit einer möglichst niedrigen Pauschale.
  • Ab einer bestimmten Warenkorbgröße, also ab Kaufsumme X macht sich „freie Lieferung“ immer gut.
  • Wenn es nicht anders geht, weisen Sie die VK explizit aus, aber übertreiben es nicht mit dem Betrag.
  • Viele Zielgebiete wie z. B. einige Inseln und das Ausland sind relativ teuer und müssen besonders berechnet und deklariert werden.
  • Gleiches gilt für Waren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht innerhalb der üblichen Pakettarife geliefert werden können. In diesen Fällen ist es normal, dem Kunden die tatsächlichen, artikelbezogenen VK anzuzeigen.

Je günstiger das alles für Ihren Kunden aussieht, umso eher wird er sich für den Einkauf bei Ihnen entscheiden.

Aber vergessen Sie nicht, das Gesamtpaket muss stimmen. Viele Dinge müssen Sie beachten und umsetzen, um sich und Ihren Shop in das beste Licht zu rücken.

Herzliche Grüße,

Arthur W. Borens

E-Business Competence
borens.de

 

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