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13 aussagekräftige Strategien und hilfreiche Tipps aus der Praxis verhelfen Ihnen selbstbewusster in Verkaufsgespräche zu gehen.

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Mit diesen Klauseln sind sie vor bösen Überraschungen in jeder hinsicht geschützt!

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Wenn Sie eine neue Vertriebs-Mitarbeiterin oder einen neuen vermeintlichen Top-Verkäufer einstellen, hoffen Sie natürlich, dass Sie einen Glücksgriff getan haben. Doch leider gibt es keine Garantie dafür.

Umso wichtiger, dass die Arbeitsverträge, die Sie schließen, nicht nur wasserdicht sind, sondern auch Regelungen enthalten, die Sie als Führungskraft und Arbeitgeber besonders gut schützen. Die folgenden Regelungen können Sie als Arbeitgeber ab sofort besonders vorteilhaft nutzen.

Schutzklausel 1: Mit dieser Vereinbarung schützen Sie sich vor späten Überraschungen

Stellen Sie sich folgende Situation einmal vor: Sie haben sich von einem Mitarbeiter getrennt. Fast ein Jahr hören Sie nichts von ihm. Dann kommt die böse Überraschung: Ein Anwaltsschreiben fl attert ins Haus. Der Mitarbeiter macht angeblich nicht bezahlte Überstunden geltend und fordert einen hohen Geldbetrag nach. Genau das aber können sie verhindern: Verwenden Sie in allen Ihren Arbeitsverträgen ab sofort eine sogenannte Ausschlussklausel. Eine solche Klausel regelt, dass gegenseitige Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums geltend gemacht werden können – beispielsweise innerhalb von 3 Monaten.

Achtung: 3 Monate sind die Mindestfrist. Kürzere Vereinbarungen sind unwirksam. Diese 3-Monats-Frist ist aber auch schon die einzige Hürde, die Sie beachten müssen! Doch, das ist schon alles – und dann gilt ohne jeden Zweifel: Wer zu spät kommt, der geht leer aus (Bundesarbeitsgericht. Urteil vom 13.3.2013, Az. 5 AZR 954/11).

So könnte Ihre Vereinbarung aussehen (Beispiel)
§ (...) Ausschlussfrist

  1. Die Parteien des Arbeitsvertrags sind sich einig, dass Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis schrift lich innerhalb einer Ausschlussfrist von 3 Monaten ab Fälligkeit schrift lich gegenüber der anderen Partei geltend gemacht werden müssen. Alle Ansprüche, die nach Ablauf dieser Frist erhoben werden, sind ausgeschlossen, es sei denn, der Anspruchsberechtigte war trotz aller ihm nach Lage der Umstände zumutbaren Sorgfalt an der fristgemäßen Geltendmachung des Anspruchs gehindert.
  2. Lehnt die andere Vertragspartei den geltend gemachten Anspruch ab oder erklärt sie sich nicht innerhalb von 2 Wochen nach Geltendmachung des Anspruchs zur Erfüllung bereit, so verfällt der Anspruch, wenn der Anspruchsberechtigte ihn nicht innerhalb von 3 Monaten nach Fristablauf oder Ablehnung gerichtlich geltend macht.

Tipp: Auch die folgenden 4 Klauseln sollten in keinem Ihrer Verträge fehlen!

Die Klausel, mit der Sie die Fehlzeiten senken

Anwesenheitsprämie
Gesunde Mitarbeiter, die selten krank sind, dürfen Sie belohnen, etwa durch eine Anwesenheitsprämie. Das heißt: Je weniger krankheitsbedingte Fehltage anfallen, desto mehr Geld gibt es. Eine solche Regelung ist nach § 4 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) ausdrücklich erlaubt.

Aber Vorsicht! Achten Sie darauf, dass sich nicht bei einigen Mitarbeitern ein sogenannter Präsentismus einschleicht, das heißt, dass sich einige Mitarbeiter mehr oder weniger krank zur Arbeit schleppen, nur damit ihnen die anteilige Prämie nicht durch die Lappen geht.

So könnte Ihre Vereinbarung aussehen

  1. Die Firma gewährt dem Mitarbeiter ab dem 2. Jahr seiner Betriebszugehörigkeit zusätzlich zur vereinbarten Vergütung als freiwillige Leistung eine Anwesenheitsprämie in Höhe von ... € brutto.
  2. Beginnt das 2. Jahr der Betriebszugehörigkeit erst im Laufe eines Kalenderjahres, wird die Anwesenheitsprämie für dieses Jahr zeitanteilig gewährt (1/12 für jeden vollen Monat nach Vollendung des ersten Jahres seiner Betriebszugehörigkeit).
  3. Für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit oder einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation (Kuren) wird die Anwesenheitsprämie um 1/4 des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, gekürzt (§ 4a beziehungsweise § 9 in Verbindung mit § 4a EFZG).
  4. Zur Ermittlung des Jahresdurchschnitts wird der Verdienst der letzten 12 Monate vor Auszahlung der Prämie herangezogen. Überstundenzuschläge, Sachbezüge oder sonstige Prämien bleiben dabei unberücksichtigt.
  5. Für Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis ruht, wird keine Anwesenheitsprämie gezahlt.
  6. Die Prämie wird stets mit der Dezembervergütung fällig.
  7. Die Anwesenheitsprämie ist eine freiwillige Leistung, auf die auch nach wiederholter Zahlung kein Rechtsanspruch für die Zukunft entsteht.

Schutzklausel 3: Die Klausel, die Ihnen einen besonders flexiblen Mitarbeitereinsatz sichert

Nach § 106 Satz 1 Gewerbeordnung (GewO) dürfen Sie als Arbeitgeber Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung Ihrer Mitarbeiter nach billigem Ermessen konkretisieren. Dies geht aber nur so weit, wie die Arbeitsbedingungen schon durch den Arbeitsvertrag konkret festgelegt worden sind. Wollen Sie die Bedingungen darüber hinaus ändern, müssen Sie eine Änderungskündigung aussprechen, die ihrerseits wirksam sein muss. Halten Sie sich deshalb bereits im Arbeitsvertrag per Spezialklausel flexibel:

So könnte Ihre Vereinbarung aussehen

  1. Der Mitarbeiter wird als ... mit vorerst folgenden Hauptaufgaben eingestellt: …
  2. Das Recht des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer im Rahmen der geschuldeten Tätigkeit andere Arbeitsaufgaben zuzuweisen, bleibt unberührt. Es wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Arbeitnehmer über längere Zeit ausschließlich mit bestimmten Arbeiten beschäftigt wird.

Vorsicht Falle: Halten Sie sich als Arbeitgeber nicht die Flexibilität offen, kann es durch eine sogenannte Konkretisierung der Arbeitspflicht zu einer stillschweigenden vertraglichen Änderung kommen. Dadurch wird Ihr Direktionsrecht aufgehoben – mit der Folge, dass zum Beispiel die Änderung des Arbeitsorts nur durch Versetzung bewirkt werden kann, in anderen Fällen sogar nur durch eine Änderungskündigung.

Schutzklausel 4: Schutz vor Korruption und falschen Freunden

Korruption ist leider auch in der Privatwirtschaft weit verbreitet. Darüber spricht niemand gerne, es ist aber ein Fakt. Für Sie als Arbeitgeber heißt das: Wehret den Anfängen! Denn Korruption wirkt sich auf Ihr Unternehmen immer negativ aus. Hierbei sind nicht nur die gravierenden wirtschaftlichen Einbußen zu berücksichtigen, sondern es geht auch um das Ansehen Ihres Unternehmens: Schmiergelder, Geschenke und Ähnliches haben also in Ihrem Unternehmen nichts zu suchen.

Verbieten Sie deshalb Ihren Mitarbeitern die Annahme von Vorteilen und Geschenken. Oder machen Sie dies von Ihrer Zustimmung abhängig. Mit folgender Spezialklausel in Ihren Arbeitsverträgen sorgen Sie in Ihrem Betrieb für klare Verhältnisse:

So könnte Ihre Vereinbarung aussehen

  1. Es ist dem Mitarbeiter untersagt, von Dritten, insbesondere von Geschäftspartnern des Arbeitgebers, Belohnungen, Geschenke, Provisionen oder sonstige Vergünstigungen in Bezug auf seine Tätigkeit anzunehmen oder sich versprechen zu lassen.
  2. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich.
  3. Der Mitarbeiter ist verpflichtet, den Arbeitgeber unverzüglich zu unterrichten, wenn ihm Geschenke oder Vergünstigungen angeboten werden.

Schutzklausel 5: Kein Freibrief für Fehler

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Und manchmal ist die Arbeitsleistung eines Mitarbeiters sogar so schlecht, dass dadurch ein konkreter Schaden entsteht. Damit Sie in einem solchen Fall nicht lange streiten müssen, sollten Sie auch eine Regelung zur Haftung Ihrer Mitarbeiter in die Arbeitsverträge aufnehmen.

So könnte Ihre Vereinbarung aussehen

  1. Verursacht der Mitarbeiter durch eine schuldhafte Verletzung seiner arbeitsvertraglichen Haupt- oder Nebenpflichten einen Schaden, hat er bei einfacher Fahrlässigkeit die Hälfte des Schadens zu ersetzen, allerdings begrenzt auf einen Höchstbetrag von einem Bruttomonatsverdienst. Die Haftung für Fahrlässigkeit besteht nur für solche Schäden, die nicht durch eine von der Firma abzuschließende Betriebshaftpflichtversicherung gedeckt werden können.
  2. Bei grober Fahrlässigkeit hat er den Schaden voll zu ersetzen, allerdings begrenzt auf einen Höchstbetrag von 3 Bruttomonatsverdiensten.
  3. Bei Vorsatz hat er den Schaden uneingeschränkt zu ersetzen.
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