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Verrücke Produktnamen - warum nicht? Lassen Sie sich von IKEA inspirieren!

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Marketing, Strategie
Urheber: Coloures-pic | Fotolia

Von Bernd Röthlingshöfer,

Suchen Sie häufig nach Namen für neue Produkte? Dann denken Sie ruhig mal verrückt! So wie IKEA. Der schwedische Möbelkonzern macht gerade in einigen Ländern mit neuen Produktnamen Furore. Ausgewählte Produkte hat der Konzern nach häufig auftretenden Beziehungsproblemen benannt und bietet diese Produkte als Problemloser an.

Mein Partner schnarcht - heißt z.B. ein im Handumdrehen ausziehbares Schlafsofa. Unter dem Namen „Die Anziehungskraft ist weg“ offeriert das Unternehme Magnete. Und die Aussage „Meine Tochter ist die ganze Nacht unterwegs“ wird zum Namen einer Discokugel. Die Lebens-, Alltags- oder Beziehungsprobleme, die IKEA anspricht, hat die Agentur des Unternehmens nach eigenen Angaben aus einer Liste besonders häufiger Google-Suchanfragen entnommen.

Wie Sie selbst verrückte Produktnamen entwickeln

1. Trennen Sie sich von nichts sagenden Produktnamen

Produktnamen haben leider allzu häufig überhaupt keine Aussagekraft. Nehmen wir ein Beispiel aus der Computerbranche. Der „HP Pavilion“ ist ein aktuelles ModelldesHerstellers „HewlettPackard“, der dank seines nach hinten umklappbaren Bildschirms sowohl Tablet als auch Laptop sein kann. Warum der auf den Namen „Pavilion“ hört, ist unklar. Noch nichtssagender sind die Produktvarianten, die auf Namen wie „x360 13-u102ng“ oder „24-b157ng“ hören. Solche Namen sind weder marktfähig, noch verdeutlichen sie die Unterschiede der einzelnen Modelle. Die Produktauswahl wird dadurch jedenfalls nicht erleichtert.

2. Lösen Sie sich von der Produktbeschreibung

Produktnamen müssen nicht verdeutlichen, woraus das Produkt besteht oder welche Funktionen es hat. Besser ist es, wie bei Werbeaussagen, generell einen Kundennutzen oder einen emotionalen Mehrwert des Produktes darzustellen. Genau diesen Kundennutzen verdeutlichen die IKEA-Namen, wenn sie vorgeben, Beziehungsprobleme zu lösen. Schokoladenhersteller – wie z. B. das österreichische Unternehmen „Zotter“ – entwickeln Schokoprodukte, deren Namen Geschenkanlässe oder beschenkte Personen in den Mittelpunkt rücken: Es gibt die Schokosorte „Für Brave“ ebenso wie „Für Super-Hasi“.

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3. Arbeiten Sie mit Humor

Nehmen Sie die Namensgebung nicht zu ernst. Gerade wenn Sie dabei Humor zeigen, können Sie Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe erreichen. Auch dafür liefert IKEA wieder gute Beispiele, die im schwedischen Mutterland ihren Wortwitz entfalten:

  • Ein Teelichthalter nennt sich VÄSNAS – auf Deutsch „Radaumacher“.
  • Ein Kleiderschrank hört auf den Namen SNIGLAR – auf Deutsch „Nacktschnecke“.

4. Wählen Sie keinen Kunstnamen

Auch wenn es vor allem bei jungen Start-up-Unternehmen in Mode ist: es ist nicht empfehlenswert, einen Kunstnamen zu wählen. Denn Ihre potenziellen Kunden können sich unter Namen wie „Zalando“, „Damandi“, „Staramba“ oder „Kununu“ nichts vorstellen. Weder wecken diese Namen Emotionen, noch verdeutlichen sie, wofür ein Unternehmen oder ein Produkt stehen. Erst nach jahrelangen Werbeaufwendungen werden diese Kunstnamen von der Öffentlichkeit oder potenziellen Kunden gelernt. Besser sind Namen, die den Kunden nicht rätseln lassen, worum es geht, wie z. B. „mymuesli“ oder „Reishunger“.

Worauf es bei einem guten Produktnamen ankommt

  • Er soll die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wecken. Ein Name, der niemandem auffällt – ist ein schlechter. Je auffälliger, desto werbewirksamer! Denn Werbung will ja genau das: die Aufmerksamkeit auf Ihr Unternehmen und seine Produkte lenken. Ist der Name für sich auffallend genug, können Sie sich eine Menge an teurer begleitender Werbung sparen.
  • Er soll Emotionen transportieren. Kaufentscheidungen sind emotionale Entscheidungen und basieren viel weniger auf Fakten als bisher angenommen. Ein Name, der Emotionen transportiert, weckt Sympathien. Eine gute Voraussetzung, um die Kaufentscheidung zu beeinflussen.
  • Er soll gut einprägsam sein. 
Eine gute Merkfähigkeit garantiert wiederum geringe Werbekosten.
  • Er soll verdeutlichen, worum es dem Unternehmen geht oder wozu das Produkt gut ist. Am besten er verdeutlicht den Nutzen, den der Kunde vom Produkt hat.
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