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Mehr Einfälle für bessere Preis-Promotion-Aktionen: Mit diesen kreativ verpackten Rabatten gewinnen Sie mehr Aufmerksamkeit

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Wie verführt man Kunden zum spontanen Zugreifen? Na klar: durch Preisreduzierungen. Aber gesenkte Preise sind gefährlich. Warum sollen die Kunden etwas morgen wieder teurer bezahlen, wenn sie es heute billiger bekommt? Deshalb können pauschale Rabattaktionen in ein Preistal führen, aus dem man nur mit Mühe wieder herauskommt. Cleverer ist es da schon, seine Rabattaktionen selektiv und kreativ durchzuführen. Das heißt: Nicht jeder Kunde profitiert von den reduzierten Preisen. Und für die Preisreduzierung muss eine möglichst einfallsreiche Begründung her. Aber wie kommen Sie auf die Ideen? Hier ein Schritt-für-Schritt-Ideenfinder:

1. Selektieren Sie Ihre Kunden nach Nationen und Regionen.
Dann können Sie sich daran machen, Rabatte selektiv also nur in bestimmten Regionen oder Ländern anzubieten.
a. Die PLZ-Rabatte. Diese Aktion können Sie z. B. am 7. jeden Monats starten - oder im 7. Monat durchführen. Alle Kunden, die im Bereich der Postleitzahl 7 wohnen, bekommen einen Preisnachlass auf bestimmte Artikel oder Ihr ganzes Sortiment. Mit dieser Aktion können Sie gezielt in verkaufsstarken Regionen Umsatz generieren, aber auch die verkaufsschwachen Gebiete gezielt aufbauen.
b. Rabatt für eine ganze Nation. Der britische Textilhändler Asos schrieb mich vor kurzem an und offerierte mir die Aktion: Alle deutschen Kunden zahlen einen Monat lang nur 1 Euro Versandgebühren für ihre Bestellung. Das aktiviert Kunden, die ansonsten vor hohen Lieferkosten zurückschrecken. Mit dieser Aktion versuchen Sie Kaufkraft aus weiter entfernten Regionen zu sich umzulenken. Wenn nur einige Besteller als Stammkunden hängen bleiben, machen Sie ein langfristiges Geschäft.

2. Planen Sie Rabatte auf der Zeitachse.
Auch ein Blick in den Kalender hilft, auf Ideen für Promotion-Aktionen zu kommen. Ostern, Weihnachten, Valentinstage - das sind alles alte Hüte.
a. Was passiert eigentlich dienstags? Dienstags, da bestellen Sie im Online-Shop für Gourmets die Zutaten für’s Wochenend-Menü. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben und davon profitieren wollen, dass die Berufstätigen am Wochenende sich selbst verwöhnen, dann müssen Sie an diesem Wochentag aktiv sein. Wer freitags eine Wochenpromotion auslobt, der sendet die Kunden nur in den stationären Einzelhandel. Mit dieser Aktion profitieren Sie also von Kaufkraft, die sonst nur dem lokalen Einzelhandel zugute kommt.
b. Die Payday-Promotion. Was nützt es, die Leute dann zum Kaufen aufzufordern, wenn sie mitten im Monat sind und nicht wissen wie weit das Geld noch reicht? Wer sich an einkommensschwache Gruppen richtet, sollte seine Aktivitäten besser kurz vor dem Zahltag verstärken: In der letzten Woche des Monats. Mit dieser verstärkten Werbung und Rabatten zum „Zahltag“ konzentrieren Sie Ihre Werbung auf den Zeitpunkt da die Ausgabebereitschaft am höchsten ist

3. Geben Sie Rabatte auf Ereignisse.
a. Geburtstags- und andere Festtagsrabatte. Viele Shops erfragen die Geburtstagsdaten ihrer Kunden. Aber mehr als ein Glückwunsch oder ein 5 Euro Gutschein springt dann selten dabei heraus. Zeigen Sie sich an diesem Tag großzügig - gewähren Sie je nach Ihrer Kalkulation 10, 15 oder 20 % Rabatt - allerdings nur für 24 Stunden!
Erfolgsbeispiel Phantasialand in Brühl bei Köln: Jedes Geburtstagskind erhält unabhängig vom Alter an seinem Ehrentag freien Eintritt - und wer geht schon allein in einen Freizeitpark?
b. Bundesliga-Rabatte. Montags liegt das Bundesliga-Wochenende hinter uns. Für die einen Fans war es Grund zum Jubeln, andere weinen sich die Augen aus. Machen Sie was draus! Mit folgender Promotionidee können Sie sich zum Beispiel an die Fans des FC Köln wenden. Sie selektieren alle Adressen aus dem PLZ-Gebiet „50“ und trösten sie mit den Worten: „Wieder keine Punkte beim FC? Hier kommt Trost. Eine Woche lang zahlen Sie, als unser Kölner Kunde keine Versandkosten.“

Unser Fazit: Einfallslose Rabatte sind zu teuer! Wer nach witzigen Rabattideen sucht und diese nach Kundengruppen differenziert, entgeht der allgemeinen Rabattfalle. Denn nicht das Sortiment wird dauerhaft im Preis gesenkt, sondern der Kunde wird mit gezielten Aktionen zum Kaufen stimuliert. Durch den häufigen Wechsel von Rabattideen kommt beim Kunden vor allem dies an: Rabatt ist Glückssache. Und mal ehrlich: Wer freut sich nicht darüber Glück zu haben?

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