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Nehmen Sie den Datenschutz ernst – sonst drohen bis zu 300.000 € Bußgeld

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Verschiedene Programme ermöglichen es Websitebetreibern, personenbezogene Daten zu generieren, auch um ihr Angebot noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden. Wer das macht, gerät in Deutschland aber ganz schnell mit dem Datenschutz in Konflikt.

Denn: Für die Datenschützer ist der Websitebetreiber für die Einhaltung der Datenschutzgesetze verantwortlich. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 300.000 Euro rechnen. Da die Datenschützer immer wieder Internetseiten überprüfen (allein in Bayern wurden 2012 etwa 13.000 Websites kontrolliert), checken Sie anhand unserer Übersicht, ob Sie alle Bestimmungen genau einhalten.

Grundsätzlich ist es laut § 15 Abs. 3 des Telemediengesetzes erlaubt, personenbezogene Daten zu erheben, allerdings nur, um Marktforschung zu betreiben oder aber auch, um die Angebote des Unternehmens bedarfsgerecht zu gestalten. Aber: Es gelten ganz klare Vorschriften, unter welchen Bedingungen diese Daten zur Person erhoben werden dürfen. Denn: Vor dem Gesetz hat der Schutz der persönlichen Daten oberste Priorität.

Nutzen Sie zur Datenerhebung Tracking-Tools, dann achten Sie auf diese 4 Punkte

Datenschutzerklärung

Informieren Sie in Ihrer Datenschutzerklärung die Besucher Ihrer Website über das Tracking, also die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten. Platzieren Sie die Datenschutzerklärung unter dem Impressum oder in einem eigenen Navigationspunkt. Hinterlegen Sie hier für den Kunden eine Möglichkeit, dieser Datenerhebung zu widersprechen.

Widerspruchsrecht

Geben Sie den Besuchern Ihrer Website die Möglichkeit, das Setzen von Tracking-Cookies zu verbieten. Veröffentlichen Sie hierzu eine E-Mail-Adresse, an die der Widerspruch geschickt werden kann. Daten dieser User dürfen dann nicht erhoben werden.

Anonymisierung

Verändern Sie die IP-Adresse des Besuchers Ihrer Website – sie gilt als personenbezogene Angabe. Das geschieht in der Regel, indem die IP-Adresse um die letzten 3 Ziffern gekürzt wird (durch eine entsprechende Einstellung auf Ihrem Server). Ist diese Kürzung erfolgt, gilt die IP-Adresse als anonym, weil sie nicht mehr einer bestimmten Person zugeordnet werden kann. Dennoch ist es beispielsweise möglich, eine Geolokalisierung vorzunehmen.

Laufzeit

Berücksichtigen Sie, dass in Deutschland Tracking-Cookies maximal 24 Monate gültig sind.

Fazit: Sie können sich bei Verstößen im Datenschutz nicht damit herausreden, dass Sie doch nur die verfüg - baren Programme genutzt haben. Denn die Anbieter von Tracking- Software – wie Google und Adobe – präsentieren ihre Tools natürlich weltweit und orientieren sich daher nicht an den in Deutschland, Österreich oder der Schweiz geltenden Gesetzen.

Sie sind als derjenige, der die personenbezogenen Daten erhebt und verwendet, nach § 11 Telemediengesetz in der Pflicht, die in Ihrem Land geltenden Datenschutzgesetze einzuhalten. Und das heißt in diesem Fall, sorgfältig auf die Anonymisierung der Daten zu achten.

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