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So wird Ihre E-Mail-Werbung nicht zum teuren Bumerang

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Online-Marketing
Urheber: ellagrin | Fotolia

Von Günter Stein,

Haben Sie oder Ihre Marketingabteilung auch schon mal ein solches Angebot erhalten? „Hallo, Ich verkaufe Email-Adressen! gmx.de 8,2 Millionen; web.de 6,5 Millionen; t-online.de 5,5 Millionen; gmail.com 12 Millionen; freenet.de 1,5 Millionen; hotmail 2,4 Millionen; misc 6,4 Millionen (verschiedene de-Domains). ...

... Die Email-Adressen sind zu 100 % gültig und aktiv (keine bounces). Preis: 10.000 €. Falls Sie Interesse haben, schreiben Sie mir eine Email an ...@ ... ... ... ... ... ... ....“

Toll, oder? So preiswert können Sie doch nie wieder potenzielle Kunden erreichen! Doch meine klare Empfehlung: Hände weg! Sie gehen ein unkalkulierbares Risiko ein!

Einmal ganz abgesehen von der fraglichen Seriosität solcher Angebote und Anbieter an sich, sollten Sie mit solchen Angeboten schon aus rechtlichen Gründen sehr vorsichtig sein. E-Mail-Adressen werden Sie kaufen, um Werbung für Ihr Unternehmen bzw. dessen Produkte zu machen. Aber allein die Tatsache, dass Sie E-Mail-Adressen besitzen, bedeutet noch lange nicht, dass Sie diese auch zu Werbezwecken nutzen dürfen.

E-Mail-Werbung ist gesetzlich geregelt und nur unter engen Voraussetzungen erlaubt. Verstoßen Sie als Unternehmer oder Selbstständiger gegen diese Vorgaben, führt dies schnell zu kostenpflichtigen Abmahnungen durch den Empfänger, Wettbewerber oder durch Verbände, die sich den Wettbewerbsschutz auf die Fahnen geschrieben haben.

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Es gibt zwar Selbstständige und Betriebe, die dieses Risiko bewusst eingehen, weil sie sich insgesamt einen Wettbewerbsvorteil davon versprechen, der die Kosten für Abmahnungen kompensiert. Wenn Sie das auch erwägen, bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung aber auch diese 3 Aspekte, die oft vernachlässigt werden:

1. Zahl der Abmahnungen nicht abschätzbar

Insbesondere dann, wenn Sie eine große Anzahl von Werbe-E-Mails versenden, ist vorher nicht realistisch abzuschätzen, wie viele Empfänger Ihre Mail einfach wegklicken, wie viele selbst einen Anwalt mit einer Abmahnung beauftragen und wie viele die Angelegenheit an einen Wettbewerbsverband übergeben.

2. Ihr Vertragsstrafenrisiko ist unkalkulierbar

Wenn Ihr Unternehmen wegen unzulässiger Werbe-E-Mails abgemahnt wird, werden Sie mit der Abmahnung in der Regel aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Für jeden Fall des Verstoßes gegen diese Unterlassungserklärung ist eine Vertragsstrafe vorgesehen. Haben Sie ein solches Dokument einmal unterzeichnet, sollten Sie sich unbedingt daran halten. Berücksichtigen Sie auch, dass viele über mehrere E-Mail-Adressen verfügen. Für Sie ist daher nicht absehbar, ob Sie in der zweiten Runde einem Empfänger mailen, dem Sie bereits eine entsprechende Unterlassungserklärung unterschrieben haben.

3. Sie gefährden den Ruf Ihres Unternehmens

Unerlaubte E-Mail-Werbung wird von vielen Empfängern mit Empörung aufgenommen. Ein Shitstorm im Internet kann die Folge sein. Und plötzlich müssen Sie über Ihr Unternehmen im Internet lesen, wie unseriös Sie sind – dabei wollten Sie doch nur neue Kunden gewinnen.

Heißt das nun, dass Sie keine E-Mail-Werbung machen sollten? Doch, das kann sich lohnen! Und es gibt zahlreiche Anbieter in Deutschland, die Ihnen das Anmieten von E-Mail-Adressen mit sogenanntem Opt-in anbieten. Das heißt: Diese Empfänger haben der E-Mail-Werbung ausdrücklich zugestimmt. Anbieter solche Adressen sind beispielsweise:

  • Network Business Partner Services (www.nbps.de)

  • a+s Dialoggroup (www.as-dialog-group.de)

  • zmail (www.zmail.de) ÄÄLiebetrau Listbroking (www.liebetrau-listbroking.de)

Rechnen Sie mit Kosten von 5 bis 12 € je 1.000 Adressen.

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