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Umlaut-Domains: Registrieren ja, benutzen nein

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Wer einen deutschen Umlaut im Namen hat, für den stellt sich stets die Frage: Soll der Umlaut in der URL vorkommen oder nicht? Ist als Schreibweise „europa-möbel.de“ oder „europa-moebel.de“ besser? Und welche Vor- und Nachteile haben diese beiden Varianten?

Seit wenigen Jahren erst können Umlaut- Domains registriert und benutzt werden. Vorher mussten die deutschen Umlaute aufgelöst werden, also:

  • ä in ae,
  • ö in oe,
  • ü in ue.

Bei den meisten deutschen Websites werden daher noch heute viele URLs in der alten Schreibweise benutzt. Das hat gute Gründe.

Weshalb Sie unbedingt beide Schreibweisen registrieren lassen sollten

Ein Urteil des Landgerichts Leipzig (Az. 5 O 2142/05) zeigt: Wer einen Umlaut im Namen hat, sollte unbedingt beide Schreibarten registrieren lassen. Ansonsten riskiert er, dass ein Wettbewerber die noch freie Schreibweise übernimmt. Und das ist rechtlich völlig okay. Denn nach geltender Rechtsprechung handelt es sich um zwei völlig verschiedene Domains.

Im Beispiel klagte der Inhaber der älteren Domain „kettenzuege.de“ erfolglos gegen den Inhaber der neu registrierten Domain „kettenzüge.de“ auf Unterlassung und Herausgabe der Domain. Der Inhaber der neuen Domain würde die Namensrechte des bereits seit Jahren aktiven Domain-Inhabers verletzen. Das Gericht urteilt: Die Domain „kettenzuege.de“ genießt keinen Kennzeichenschutz.

Das bedeutet: Nur eingeführte Marken oder Träger unverwechselbarer Namen können unter Umständen Ansprüche auf Herausgabe der Domain geltend machen. Wer aber „Müller“ oder „Krüger“ heißt oder eine nicht schutzfähige beschreibende Bezeichnung wie „Möbeldiscount“ oder „Kettenzüge“ als URL gewählt hat, muss sich darauf gefasst machen, dass die Umlaut-Schreibweise von anderen Personen registriert werden kann.

Registrieren Sie daher stets Domains in beiden Schreibweisen und achten Sie auch darauf, neben der „.de“-Domain weitere Domains für sich zu registrieren wie z. B: „.net“, „.com“, „.at“, „.org“ usw.

Weshalb Sie besser Domains ohne Umlaut benutzen

In der Praxis sollten Sie die Umlaut- Domains besser nicht benutzen. Denn:

Die mit Umlaut-Domains verbundenen E-Mail-Konten funktionieren nicht reibungslos. So kommen Mails, die an Konten mit Umlauten, also „info@möbelmüller. de“ gesandt werden, in vielen Fällen überhaupt nicht an. Grund: Zahlreiche E-Mail-Server unterstützen die Umlautdarstellung nicht und können Mails daher nicht zustellen.

Wer eine Umlaut-Domain mit den Endungen „.com“ oder „.net“ registriert, riskiert, dass seine URL nicht in allen Browsern richtig angezeigt wird. Diese Adressen werden in der sogenannten Punycode-Schreibweise dargestellt: Aus „börse.com“ wird dann beispielsweise „xn--brse-5qa.com“. Nicht gerade werbewirksam und merkfähig.

Umlaut-Domains: Das ist die Lösung!

  1. Registrieren Sie in jedem Fall alle wichtigen Umlaut-Domains, um Ihr Geschäft im Internet vor dem Zugriff von Wettbewerbern oder Domain-Grabbern zu schützen. Verwenden Sie die URL ohne Umlaute als Standard-Webadresse und Home-Adresse für Ihre Mail-Konten. Die Umlaut-Domains fungieren nur als Zweitadressen.
  2. Richten Sie von der Umlaut-Domain eine Domain-Weiterleitung auf die URL ohne Umlaute ein. So werden Nutzer, die Ihre Umlaut-Domain in den Browser eingegeben haben, automatisch zu Ihrer Website geleitet.
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