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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Abfindungsangebot bei Kündigung

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Von Günter Stein,

Die Frage: Wir möchten einem Mitarbeiter betriebsbedingt kündigen. Da er schon 10 Jahre bei uns beschäftigt ist, möchten wir ihm eine Abfindung zukommen lassen. Wir sind uns jedoch nicht sicher, ob der Mitarbeiter die Kündigung einfach so akzeptiert oder vor das Arbeitsgericht zieht. Gibt es eine rechtssichere Möglichkeit, wie wir hier verfahren können? Schließlich wollen wir jetzt nicht eine Abfindung zusagen und der Arbeitnehmer klagt trotzdem.

Die Antwort: Ja, Ihre Zweifel sind berechtigt. Für den von Ihnen vorgesehenen Fall hat der Gesetzgeber §1a Kündigungsschutzgesetz ins Leben gerufen. Dieser Paragraf hat jedoch wenig Praxisrelevanz, da viele Arbeitgeber hierzu lieber nicht greifen. Denn eins ist klar: Wenn der Arbeitgeber schon bereit ist, eine Abfindung zu zahlen, haben viele Arbeitnehmer berechtigte Zweifel, ob die Kündigung überhaupt wirksam ist. Trotzdem dürfen Sie auf §1a Kündigungsschutzgesetz zurückgreifen. Danach hat Ihr Arbeitnehmer dann einen Anspruch auf eine Abfindung, wenn Sie ihn in der Kündigungserklärung darauf hinweisen, dass

  • die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt wird und
  • er bei Verstreichenlassen der Klagefrist von 3 Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhebt.

 

So ermitteln Sie die Höhe der Abfindung

Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Dabei gilt als Monatsverdienst, was dem Arbeitnehmer bei der für ihn regelmäßigen Arbeitszeit in dem Monat, in dem das Arbeitsverhältnis endet, an Geld und Sachbezügen zusteht. Dabei ist der Monat maßgebend, an dem das Arbeitsverhältnis bei einer sozialgerechtfertigten Kündigung geendet hätte. Haben Sie also die Kündigungsfrist falsch berechnet, gilt der richtige Monat. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als 6 Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.

Ein Tipp: Schreiben Sie niemals konkrete Zahlen in die Kündigung. Verrechnen Sie sich nämlich dabei oder legen Sie falsche Zahlen zugrunde, liegt kein Abfindungsangebot nach §1a Kündigungsschutzgesetz vor!

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