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Beleidigungen - Das muss sich ein Arbeitgeber gefallen lassen, bis eine Kündigung rechtens ist

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Arbeitsrecht Kuendigung Beleidigung

Von Günter Stein,

Die Frage: Zwischen einem unserer Abteilungsleiter und einem Arbeitnehmer kam es zu einem größeren Wortgefecht. Die Beteiligten haben sich gegenseitig angeschrien und auch beleidigt. Zum Glück ist es nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen, da andere Kolleginnen und Kollegen dazwischen gegangen sind.

Was machen wir jetzt mit den betroffenen Arbeitnehmern? Wie gesagt, es handelte sich bei einem der Beteiligten um einen Abteilungsleiter!

Was Sie im Falle einer Beleidigung vor der Abmahnung alles klären sollten

Die Antwort: Zunächst klären Sie den Sachverhalt genau auf. Sie müssen wissen, wer angefangen hat und wer was genau gesagt hat. Halten Sie Ihre Ergebnisse auf jeden Fall schriftlich fest. Hat der Arbeitnehmer seinen Vorgesetzten beleidigt, sollten Sie über entsprechende Schritte nachdenken. Schließlich steht der Abteilungsleiter arbeitsrechtlich mehr auf Seiten des Arbeitgebers als des Arbeitnehmers. Er hat Vorgesetztenfunktionen! Hat sich der Abteilungsleiter allerdings auch daneben benommen, können Sie beide Arbeitnehmer abmahnen. Zu einer Kündigung wird es bei einem wechselseitig eskalierenden Prozess wohl nicht reichen. Etwas Ähnliches ist einem Arbeitnehmer geschehen, dessen Fall jetzt vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Köln verhandelt wurde (Urteil vom 30.12.2010, Az.: 5 Sa 825/10).

Arbeitnehmer wurde nach Beleidigung gekündigt

Der Fall: Die Ehefrau eines Arbeitnehmers rief die Steuerberaterin des Arbeitgebers an. Sie wollte eine fehlende Zahlung aufklären. Dem Arbeitnehmer war nämlich der Lohn gepfändet worden. Allerdings hat der Arbeitgeber den gepfändeten Lohn nicht an die Gläubiger ausgezahlt. Der Arbeitgeber empörte sich über den Anruf der Ehefrau des Arbeitnehmers bei seiner Steuerberaterin. Er bezeichnete das Verhalten der Frau als „asihaft“ und die Frau selbst als „asozial“. Daraufhin sagte der Arbeitnehmer: „Pass auf, was Du sagst!“ Daraufhin wurde dem Arbeitnehmer gekündigt – aber nicht lange. Das LAG kassierte die Kündigung und hat das Verhalten des Arbeitnehmers sogar abgesegnet. Kein Arbeitnehmer muss sich von seinem Arbeitgeber beleidigen lassen. Anhand dieses Urteils sehen Sie, dass es immer auf den Einzelfall ankommt. Hat auch der Vorgesetzte beleidigt, können Sie sicherlich beide abmahnen. Für eine Kündigung wird es nicht reichen.

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