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Betriebsleitung: 24 Prozent der Arbeitnehmer haben bereits innerlich gekündigt

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Betriebsleitung

Von Günter Stein,

Laut des IFAK Instituts haben bereits 24% der Arbeitnehmer innerlich gekündigt. Wie kommt es zu einem solch erschreckend hohen Wert und was können Sie, das Management, gegen solche Entwicklungen machen?

Was ist überhaupt die innere Kündigung? Laut Professor Brinkmann von der SRH Hochschule Heidelberg wird unter der inneren Kündigung "der Entschluss eines Arbeitnehmers verstanden, seine Leistungsbereitschaft und seinen Arbeitseinsatz bewusst, aber stillschweigend, zurückzunehmen. Diesen Prozess vollzieht der Betroffene möglichst unauffällig, da er seine Arbeitsstelle behalten möchte".

Der Verlauf der Inneren Kündigung vollzieht sich dabei meist leise in kleinen Schritten und ist für Betroffene und Führungskräfte oft nicht ohne weiteres wahrnehmbar. Aus einstigen einsatzbereiten und leistungsfähigen Organisationsmitgliedern werden Mitläufer, die täglich nur noch auf den Feierabend warten. Mitarbeiter, die sich auf diese Weise distanziert haben, fallen nicht auf und passen sich widerspruchslos der praktizierten Betriebskultur an.

Betriebsleitung: Anregungen gegen die innere Kündigung

Da dieses Verhalten von keinem Management gewünscht ist und in einem erfolgreichen Unternehmen kaum geduldet werden kann, zeigen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten einige Hilfen gegen die innere Kündigung auf, die Ihnen als Anregung dienen sollen.

Geben Sie der Arbeit Sinn durch Visionen. Wenn eine Unternehmensvision nicht erkennbar oder unrealistisch ist, nehmen Mitarbeiter ihr Engagement häufig zurück und richten sich in ihrer gegenwärtigen Situation ein. Abhilfe kann hier ein konkretes und motivierendes Bild der Zukunft - eine Unternehmensvision - schaffen. Durch die mit der Vision verbundenen Ziele werden die Mitarbeiter wieder motiviert. Darüber hinaus schaffen Visionen Gemeinschaft und Identität für das Tun. Selbst in den konkreten Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sollten diese Visionen Anwendung finden und somit für Motivation beim Mitarbeiter sorgen.

Betriebsleitung: Ziele der Mitarbeiter und des Unternehmens sollten übereinstimmen

Im Rahmen des Personalmanagements sollte stets darauf hingearbeitet werden, ein möglichst hohes Maß an Übereinstimmung zwischen den Zielen der Mitarbeiter und denen der Organisation zu erreichen. Zwar lässt sich die völlige Übereinstimmung zwischen Mitarbeiterbedürfnissen und Organisationszielen wohl nie vollständig umsetzen - größeren Konflikten kann auf diese Weise jedoch begegnet werden.

Mitarbeiter frühzeitig informieren

Nicht immer lässt sich Personalabbau aus Gründen der Rationalisierung vermeiden. Häufig tendieren jedoch die verbliebenen Mitarbeiter dazu, innerlich zu kündigen. Um diesem Phänomen hier entgegen zu wirken, steht eine frühzeitige Information der Mitarbeiter über die geplanten Maßnahmen an erster Stelle. In vier Stufen stellt Noer einen optimalen Umgang des Unternehmens mit den Verbliebenen dar, an dessen Ende ein neuer formaler und psychologischer Arbeitsvertrag mit den verbliebenen Mitarbeitern steht.

Betriebsleitung: Geben Sie Mitarbeitern Möglichkeiten der Veränderung

Die meisten Mitarbeiter, denen vermittelt wird, dass es an bestimmten Punkten keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr gibt, wollen das nicht wahrhaben. Sie engagieren sich noch stärker als bisher, bis sie realisieren, dass der gewünschte Aufstieg doch nicht mehr kommt. Das Ergebnis ist dann häufig die Innere Kündigung. Um dieser späten Erkenntnis entgegenzuwirken, hilft es, sich mit den objektiven Möglichkeiten im Unternehmen auseinander zu setzen. Möglicherweise ist ein "horizontaler Aufstieg" möglich, z.B. mit der Übernahme eines Projekts. In jedem Fall ist es sinnvoll die eigenen Fähigkeiten zu überprüfen - möglicherweise auch, um sich außerhalb des Unternehmens neu zu orientieren.

Betriebsleitung: Kreativer Umgang mit älteren Mitarbeitern

Um die Motivation und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern auch im Alter zu erhalten, sollte gesundheitlichem und motivationalem Verschleiß bereits frühzeitig entgegengewirkt werden. Dazu bietet sich etwa ein innerbetrieblicher Positionswechsel an. Mit Mut und Kreativität kann das Personalmanagement die Kompetenzen älterer - besonders im Dienstleistungsbereich - nutzen. Neben viel Berufserfahrung haben ältere Mitarbeiter meist ein hohes Maß an strategischem Denken und Qualitätsbewusstsein. In beratender Funktion können sie dies gut an jüngere Kollegen weitergeben. Auf diesen Wissenstransfer zwischen den Generationen wurde bereits in einer vergangenen Ausgabe dieses Newsletters hingewiesen. Dort können Sie ein konkretes Praxisbeispiel nachlesen.

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