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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Betriebsleitung: Das Kündigungsgespräch - seien Sie menschlich

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Betriebsleitung Kündigungsgespräch

Von Günter Stein,

Sicherlich haben die meisten Unternehmen mittlerweile die Krise überwunden. Jedoch kann es auch jetzt noch zu Kündigungen kommen. Diese Situation ist für viele Führungskräfte sehr belastend. Niemand überbringt gerne schlechte Nachrichten.

Die Besten gehen zuerst

Als Führungskraft werden Sie immer wieder sehen, dass in Krisenzeiten gerade die Mitarbeiter zuerst das Unternehmen verlassen werden, die Sie gerne behalten hätten oder Sie auf Grund von Sozialplänen gezwungen sind, sich von den besten Kollegen zu trennen.

Durch Trennungsmanagement Türen offen halten

Auf jeden Fall sollten Sie in diesen schweren Zeiten auf ein vernünftiges Trennungsmanagement achten. Denn: Sollten Sie wieder Mitarbeiter benötigen können Sie die alten vielleicht wiedergewinnen.

In guter Erinnerung bleiben

Nehmen Sie es niemandem übel, wenn er kündigt. Verabschieden Sie sich würdig! Und bleiben Sie in guter Erinnerung. Das ist nicht nur gut für den, der Sie verlässt, sondern auch für all die, die bleiben. Die merken, dass es honoriert wird, Ihrem Unternehmen über viele Jahre loyal 'gedient' zu haben.

Brücke zum Unternehmen schlagen

Versuchen Sie, bei dem scheidenden Mitarbeiter dauerhaft in Erinnerung zu bleiben. Dabei können Sie fragen, ob Ihr Mitarbeiter vielleicht weiterhin über den Newsletter oder Ihre Mitarbeiterzeitschrift Neuigkeiten aus dem Unternehmen erhalten möchte. Oder Sie geben ihm etwas mit, das ihn noch oft an diese schöne und erfolgreiche Phase seines Berufslebens erinnert.

Würdig verabschieden

Bei so einem Abschied fällt es dem Mitarbeiter schwerer, schlecht über Ihr Unternehmen zu reden und erleichtert gegebenenfalls das Zurückkommen.

Wie gute Trennungsgespräche gelingen

Grundsätzlich sollte der Betroffene zuerst von seiner Kündigung erfahren. Das Gespräch sollte unter vier Augen vom unmittelbaren Vorgesetzten geführt werden. Während des Gesprächs sollten folgende Punkte Beachtung finden:

  • der Ort sollte ein blickgeschützter neutraler Bereich bzw. ein Ort, der vor Störungen sicher ist, sein. Wasser und Papiertaschentücher sollten bereit stehen.
  • der Zeitpunkt: der Mitarbeiter sollte nach dem Gespräch die Möglichkeit haben, direkt das Unternehmen verlassen zu können. Er sollte nicht gezwungen sein, seinen Arbeitsplatz wieder aufsuchen zu müssen. So erhält er genügend Zeit, sich wieder zu fangen. Sie sollten Kündigungen nicht direkt vor dem Wochenende oder dem Urlaub aussprechen.
  • der Inhalt: Reden Sie nicht um den Brei herum, sondern kommen Sie sofort zur Sache. Der Einstieg in das Gespräch ebenso wie mögliche Antworten auf sachliche und emotionale Einwände sollten perfekt vorbereitet sein. Neben den notwenigen rechtlichen Formalitäten ist eine nachvollziehbare und glaubwürdige Begründung besonders wichtig. ?Bestens bewährt hat sich dabei das Harvard-Prinzip: Hart in der Sache (= die Kündigung ist unumgänglich), weich zu den Menschen (= ich kann nachvollziehen, wie Ihnen jetzt zumute ist). Professionalität ist dieser Situation heißt vor allem: seien Sie menschlich!
  • das weitere Vorgehen: Mit einer möglicherweise intensiven Reaktion des Betroffenen muss man rechnen. Die notwenige Zeit sollte eingeplant werden. Kündigungen ?im Akkord sind brutal. Eine Sprachregelung für Kollegen und Kunden, eine Begleitung bei den ersten Schritten nach dem Gespräch sowie Hilfestellung für das weitere Vorgehen (Umschulung, neue Stelle, Selbständigkeit ...) sollten angeboten werden.
  • die eigenen Emotionen: Sicherlich ist es nur menschlich, wenn Sie das eigene Gewissen plagt. Oder es tut Ihnen persönlich leid. Viele versuchen, solche nur allzu natürlichen Gefühle hinter einer Maske von Emotionslosigkeit zu verbergen. Dies ist jedoch falsch. Was der Betroffene im Fall der Kündigung am dringendsten braucht, ist ein Zeichen des Mitgefühls.

 

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