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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Das sollten Sie beachten, damit eine Abmahnung jeder rechtlichen Prüfung standhält

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Ausschnitt einer schriftlichen Abmahnung
© Gina Sanders - Fotolia.com

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Verletzt ein Mitarbeiter seine arbeitsvertraglichen Pflichten, können Sie ihn abmahnen. Allerdings sollte Sie dieses Instrument erst bei massiven Verstößen anwenden.

Als Leiterin oder Leiter einer Non-Profit-Einrichtung müssen Sie auch darauf achten, dass die Mitarbeiter ihre arbeitsvertraglichen Pflichten einhalten. Kommt ein Mitarbeiter wiederholt zu spät, oder meldet er sich verspätet krank, dann verletzt er seine arbeitsvertraglichen Pflichten. In einem solchen Fall können Sie mit einer Abmahnung reagieren.

Die Abmahnung richtig einsetzten

Eine Abmahnung ist mit der „gelben Karte“ im Fußball vergleichbar: Sie rügen den Mitarbeiter für sein Fehlverhalten und machen ihm klar, dass er sein Verhalten ändern muss, wenn er nicht die Kündigung riskieren will. Eine Abmahnung hat also eine Warnfunktion. Nicht jeder ist berechtigt, eine Abmahnung auszusprechen. Auch wenn Sie Vorgesetzter eines Mitarbeiters sind, der abgemahnt werden soll, sind Sie nicht zwangsläufig berechtigt, eine Abmahnung auszusprechen. Zur Abmahnung berechtigt sind der Arbeitgeber,

  • alle Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Aufgabenstellung dazu befugt sind, Kündigungen auszusprechen (Geschäftsführer, Leitung der Einrichtung), sowie
  • alle Mitarbeiter, die befugt sind, verbindliche Anweisungen bezüglich des Orts, der Zeit sowie der Art und Weise der Arbeitsleistung zu erteilen (Fachvorgesetzte).

Hinweis: Um eventuelle Unsicherheiten auszuräumen, sollte in Ihrer Einrichtung festgelegt sein, wer zur Abmahnung berechtigt ist.

Diese Inhalte muss eine Abmahnung aufweisen

Eine Abmahnung muss rechtssicher sein, denn bei einer weiteren Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten können Sie die Kündigung aussprechen. Stellt sich jedoch im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens heraus, dass die Abmahnung fehlerhaft war, können Sie nicht mehr nachbessern. Die Abmahnung ist unwirksam, die Kündigung wird erfolglos bleiben. Beachten Sie deshalb unbedingt die folgenden Punkte, wenn Sie eine Abmahnung aussprechen:

  1. Achten Sie darauf, dass Sie nur ein Fehlverhalten abmahnen, das der Mitarbeiter auch abstellen bzw. beeinflussen kann (z. B. zu spätes Erscheinen am Arbeitsplatz).
  2. Formulieren Sie eine Abmahnung immer schriftlich.
  3. Beschreiben Sie das beanstandete Verhalten so konkret wie möglich. Belegen Sie es mit Datum, Uhrzeit, Ort, Personen und/oder Zeugen.
  4. Mahnen Sie pro Abmahnung nur ein Fehlverhalten ab. Hat der Mitarbeiter unterschiedliches Fehlverhalten gezeigt (z. B. Zuspätkommen und Beleidigung des Vorgesetzten), dann mahnen Sie jedes Fehlverhalten separat ab.
  5. Machen Sie in der Abmahnung deutlich, dass der Fortbestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist bzw. die Kündigung droht, wenn der Mitarbeiter sein Fehlverhalten nicht abstellt. Fehlt diese Androhung, haben Sie keine wirksame Abmahnung ausgesprochen.

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Übrigens: Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, wie oft Sie abmahnen müssen, bevor Sie die Kündigung aussprechen können. Die Anzahl der Abmahnungen hängt vielmehr damit zusammen, wie schwerwiegend der Verstoß war. Je schwerwiegender der Verstoß, desto weniger Abmahnungen sind notwendig.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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