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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Diese Alternativen gibt es zu betriebsbedingten Kündigungen

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Kündigungen Kündigung Transferagentur Transfergese

Von Günter Stein,

Die Frage: Ich bin eine Führungskraft im Personalbereich eines mittelständischen Unternehmens. Wir hatten in den letzten 20 Jahren noch niemals das Problem, dass unser Betrieb nicht ausgelastet war. Betriebsbedingte Kündigungen kannten wir schlicht und ergreifend nicht. Jetzt sieht das allerdings anders aus und wir müssen mittelfristig entsprechende Dinge planen. Welche Alternativen gibt es zu betriebsbedingten Kündigungen? Sie können sich vorstellen, dass wir nur ausgesprochen lang beschäftigte Mitarbeiter haben.

Die Antwort: Versuchen Sie es doch einmal mit einer Transferagentur oder einer Transfergesellschaft. Geregelt ist das in §216 a und b SGB III. Transferagenturen sind für Ihre Arbeitnehmer von Vorteil, insbesondere wenn es sich um älteres Personal handelt mit langen Beschäftigungszeiten. Sie bieten den Arbeitnehmern in Trennungsprozessen Unterstützung während der Kündigungsfrist an. Die Agentur wird im Auftrag des Unternehmens von einem externen Dienstleister eingerichtet. Davon gibt es mittlerweile mehr als genug. Der Vorteil der Transferagenturen besteht darin, dass Sie die Mitarbeiter durch ein Beratungs- und Vermittlungsangebot während der Kündigungsfrist motivieren. Vor allem können sich die Mitarbeiter aus einem laufenden Arbeitsverhältnis heraus bewerben. Die Transfermaßnahmen können auch durch die Agentur für Arbeit gefördert werden, wenn aufgrund von Betriebsänderungen Arbeitslosigkeit droht. Normalerweise sollte diesbezüglich mit dem Betriebsrat ein Sozialplan ausgehandelt werden. Aber auch in betriebsratslosen Betrieben ist dies möglich.

Die Arbeitsagentur fördert durch einen Zuschuss. Der Zuschuss beträgt 50% der aufzuwendenden Maßnahmekosten, jedoch höchstens 2.5000€ je geförderten Arbeitnehmer.

Eins geht jedoch nicht: Wenn die Maßnahme dazu dienen soll, den Arbeitnehmer in eine Anschlussbeschäftigung im gleichen Betrieb oder in einem anderen Betrieb des gleichen Unternehmens oder einem Konzernunternehmen zu vermitteln.

Weitere Alternative: die Transfergesellschaft

Eine weitere Möglichkeit ist die Gründung einer Transfergesellschaft. Die Beschäftigten wechseln dann in diese Gesellschaft und können keine Kündigungsschutzklage mehr erheben. Auch hier werden sie qualifiziert und fortgebildet. Wesentliches Element der Finanzierung der Transfergesellschaft ist der Bezug von Transferkurzarbeitergeld. Dieses entspricht in seiner Höhe dem Arbeitslosengeld I.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen Transfergesellschaft und Transferagentur: Die Transferagentur ist dann sinnvoll, wenn Sie die Mitarbeiter während der Kündigungsfrist noch benötigen. Die Transfergesellschaft bietet sich an, wenn durch eine Stilllegung vor Ablauf der Kündigungsfrist der Beschäftigungsbedarf entfällt.

In jedem Fall sollten Sie sich von der Arbeitsagentur beraten lassen.

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