Gratis-Download

In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

Jetzt downloaden

Freizeitverhalten kann zu fristloser Kündigung führen

0 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Im Extremfall können Sie einem Arbeitnehmer wegen seines Freizeitverhaltens kündigen. Der Fall: Ein Sozialarbeiter war als hauptamtlicher Mitarbeiter im Rahmen eines Fanprojekts beschäftigt.

Im Extremfall können Sie einem Arbeitnehmer wegen seines Freizeitverhaltens kündigen.

Kündigung: Sozialarbeiter organisierte "rechte" Konzerte

Der Fall: Ein Sozialarbeiter war als hauptamtlicher Mitarbeiter im Rahmen eines Fanprojekts beschäftigt. Dessen Ziele waren: Eindämmung von Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen, Abbau von extremistischen Orientierungen und Ausländerfeindlichkeit usw. In seiner Freizeit organisierte der Sozialarbeiter aber Musikveranstaltungen mit „rechten“ Bands. Wegen seiner Nähe zu solchen Musikgruppen wurde der Sozialarbeiter fristlos entlassen: Ihm könne nicht mehr abgenommen werden, dass er Jugendliche im Rahmen des Fanprojekts vor einem Abdriften in die rechte Szene bewahren wolle. Der Sozialarbeiter klagte daraufhin.

Freizeitverhalten kann zur fristlosen Kündigung führen

Das Urteil: Der Arbeitnehmer verlor.

Grund: Die Veranstaltung von Konzerten mit rechtsextremen Strömungen ist mit den Zielen des Fanprojekts offensichtlich unvereinbar (LAG Hamm, 4.11.2008, 14 Sa 157/08).

Kündigung eines steuerhinterziehenden Finanzbeamten

Fazit: Fragen Sie sich bei der Vorbereitung einer vergleichbaren Kündigung, welche Aufgabe der Mitarbeiter hat. Und wie stark schlägt das Freizeitverhalten auf das Arbeitsleben durch? Stellt es die Arbeit und Ihr Ansehen als Arbeitgeber in Frage, ist die Kündigung gerechtfertigt.

Beispiel: So kann etwa ein dealender Polizist aus dem Dienst entfernt werden. Oder ein steuerhinterziehender Finanzbeamter.

Und: Wie gegenläufig sind Arbeit und Freizeitverhalten? Passen die beiden gar nicht zusammen? Je größer die Diskrepanz hier ist, desto eher können Sie als Arbeitgeber an eine Kündigung denken und desto eher ist diese Kündigung auch gerechtfertigt. Hat das Freizeitverhalten keinen Einfluss auf die Arbeit, dürfen Sie nicht kündigen.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
41 Beurteilungen
13 Beurteilungen
61 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Neueste Rechtsentscheidungen mit Empfehlungen für Ihre Personalarbeit

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Die neuesten Arbeitsrecht-Urteile und was diese für Ihre Arbeit bedeuten