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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Fristlose Kündigung: 5 Gründe für die sofortige Trennung

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Urheber: Brian Jackson | Fotolia

Von Arno Schrader,

Die Arbeitsgerichte haben Fallgruppen entwickelt, bei denen „an sich“ ein wichtiger Grund für eine Kündigung vorliegt. Allerdings stellen diese keine absoluten Kündigungsgründe dar. Es ist im Einzelfall immer noch die Interessenabwägung durchzuführen.

1. Beleidigung und Tätlichkeiten

Massive Beleidigungen und Tätlichkeiten stören nachhaltig den Betriegbsfrieden. Deshalb ist hier regelmäßig dann eine sofortige fristlose Kündigung gerechtfertigt, wenn derartige (verbale) Angriffe unmittelbar gegenüber Vorgesetzten oder gar Ihnen als Arbeitgeber erfolgen.

2. Diebstahl oder Unterschlagung

Nur bei absoluten Bagatelldiebstählen verlangen die Gerichte, dass zunächst eine Abmahnung erfolgt. Bei schwereren Fällen können Sie gleich kündigen. Achtung: Können Sie eine Straftat nicht eindeutig beweisen, kann auch der begründete Verdacht geeignet sein, das nötige Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Mitarbeiter zu zerstören. Nach einer Anhörung des Mitarbeiters können Sie daher eine Verdachtskündigung aussprechen.

3. Selbstbeurlaubung und eigenmächtige Urlaubsverlängerung

Hierbei handelt es sich um rücksichtslose Arbeitsverweigerung, die regelmäßig eine fristlose Kündigung rechtfertigt.

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4. „Blaumachen“

„Krankfeiern“ ist Betrug und kein Kavaliersdelikt. Schließlich erschleicht sich der Arbeitnehmer damit Lohn (Entgeltfortzahlung), ohne gearbeitet zu haben.

5. Arbeitszeitbetrug

Die Manipulation von Zeiterfassungssystemen oder einfach falsche Stundenzettel kommen in der Praxis leider immer wieder vor. Bei einmaligen Fehlern sollten Sie es bei einer Abmahnung belassen. Systematischen Arbeitszeitbetrug müssen Sie aber keinesfalls dulden.

Überblick: Die wichtigsten Punkte zur fristlosen Kündigung

Folgende Punkte sollten Sie bei der fristlosen Kündigung wegen einer Straftat beachten:

  • Sie können die Tat stichhaltig beweisen (z. B. durch Zeugen).
  • Aufgrund dieser Tat ist das Vertrauensverhältnis zerstört.
  • Mildere arbeitsrechtliche Mittel (z. B. Versetzung) scheiden aus.
  • Sie haben – sofern vorhanden – Ihren Betriebsrat vorher ordnungsgemäß angehört.
  • Sie sprechen die fristlose Kündigung innerhalb von 2 Wochen aus, nachdem Sie Kenntnis von der Tat hatten.
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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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