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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Fristlose Kündigung auch bei geringfügigem Diebstahl zulässig

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Von Günter Stein,

Das war der Fall: Eine Mitarbeiterin an der Kasse wurde von ihrem Arbeitgeber verdächtigt, 2 von Kunden nicht eingelöste Leergutbons in ihrer Funktion als Kassenmitarbeiterin für sich selbst in Geld umgewandelt zu haben.

Es handelte sich um einen Betrag von 1,30 €. Weil die Mitarbeiter die Anschuldigung in mehreren Anhörungsgesprächen zwar bestritt, den Verdacht aber nicht ausräumen konnte, kündigte der Arbeitgeber ihr mit Schreiben vom 22.2.08 fristlos, hilfsweise ordentlich fristgerecht zum 30.9.08. Dagegen reichte die Mitarbeiterin Kündigungsschutzklage ein.

Kündigung wegen Diebstahls war gerechtfertigt

So urteilte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in diesem Fall: Es wies die Kündigungsschutzklage zurück.

Begründung: Auch die Beweisaufnahme vor Gericht erhärtete den dringenden Tatverdacht. Durch diese Verdachtslage wurde das Vertrauen des Arbeitgebers in die Verlässlichkeit der Mitarbeiterin zerstört. Damit ist die außerordentliche, fristlose Kündigung gerechtfertigt (LAG Berlin-Brandenburg, 24.2.09, 7 Sa 2017/08).

Kündigung: Wann eine Verdachtskündigung möglich ist

Fazit für Sie: Wenn einer Ihrer Mitarbeiter unter dem erheblichen, auf Tatsachen beruhenden Verdacht steht, in gravierender Weise gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten verstoßen zu haben, können Sie ihm im Zuge einer sogenannten Verdachtskündigung – unabhängig von der Höhe des entstandenen Schadens – kündigen.

Kündigung: Eine Verdachtskündigung ist immer fristlos

Voraussetzung: Sie haben dem Mitarbeiter in einer Anhörung die Möglichkeit gegeben, seine Sichtweise der Situation darzulegen. Eine Verdachtskündigung sprechen Sie immer als außerordentliche, fristlose Kündigungen aus. Dabei können Sie sich auf einen wichtigen Grund im Sinne von § 626 Bürgerliches Gesetzbuch berufen.

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