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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Fristlose Kündigung bei Diebstahl von Ausschussware

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Arbeitsrecht Kuendigung

Von Günter Stein,

Ein aktuelles Urteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz zeigt: Arbeitnehmer, die Ausschussware stehlen, müssen fristlos gehen.

Kündigung: Das sagt das Landesarbeitsbericht

In diesem Fall (das Urteil stammt vom 20. April 2008 und trägt das Aktenzeichen 7 Sa 43/08) geht es um eine Arbeitnehmerin, die aus einem Karton mit Ausschussware 12 Kinderzahnbürsten mitgenommen hatte (vermutlich sogar mit der Absicht, diese privat zu verkaufen). Als der Arbeitgeber dies bemerkte, kündigte er der Arbeitnehmerin wegen des Vertrauensbruchs fristlos. Das LAG sah die Kündigung als berechtigt an. Als unerheblich werteten die Richter sowohl den geringen Wert der Ware als auch die Tatsache, dass der vermeintliche Käufer der Ware ein vom Arbeitgeber beauftragter Detektiv war.

Kündigung: Was ins Arbeitszeugnis geschrieben werden sollte

Die Rechtslage bei Diebstahl ist also – in Bezug auf das Arbeitsverhältnis – relativ klar. Allerdings stehen Sie als Arbeitgeber nach einer solchen Kündigung vor einer weiteren Frage, an die Sie in der Aufregung des Moments vielleicht noch gar nicht gedacht haben. Der Frage nämlich: Was schreiben Sie eigentlich in das Arbeitszeugnis eines Arbeitnehmers, der wegen Diebstahls gehen musste?

Straftatbestände dürfen Sie nach herrschender Auffassung dann nennen, wenn sie nachgewiesen sind und in unmittelbarem Zusammenhang zum Arbeitsverhältnis stehen. Allerdings müssen dann mit weiterem Ärger rechnen. Der Arbeitnehmer wird versuchen, sich vor Gericht ein anderes Zeugnis zu erstreiten. Der Ausweg: Stellen Sie nur ein einfaches Zeugnis aus. Wenn der Mitarbeiter ein qualifiziertes Zeugnis wünscht, verzichten Sie zumindest darauf, Dank und Bedauern auszusprechen. Bei nachgewiesenen Diebstählen können Sie auch einen Hinweis auf die mangelnde Ehrlichkeit geben. Beispielsweise mit der Formulierung: „Bis zu seinem Ausscheiden waren wir von seiner Ehrlichkeit überzeugt.“

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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