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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Kündigung: Arbeitnehmer während des Urlaubs kündigen - geht das?

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Arbeitsrecht Kündigung

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben mit Entsetzen festgestellt, dass wir uns bei einem Mitarbeiter, von dem wir uns trennen wollen, bei der Berechnung der Kündigungsfrist vertan haben. Nun ist höchste Eile geboten.

Die Frage: Wir haben mit Entsetzen festgestellt, dass wir uns bei einem Mitarbeiter, von dem wir uns trennen wollen, bei der Berechnung der Kündigungsfrist vertan haben. Nun ist höchste Eile geboten. Allerdings befindet sich der Mitarbeiter gerade im Urlaub. Ist eine Kündigung trotzdem möglich?

Kündigung auch während des Urlaubs erlaubt

Die Antwort: Auch während seines Urlaubs können Sie einem Arbeitnehmer ohne Einschränkungen kündigen, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen (§ 626 BGB) sogar fristlos.

Eine Besonderheit müssen Sie allerdings beachten:

Eine Kündigung muss bekanntlich innerhalb von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens vor Gericht angegriffen werden – so will es das Gesetz. Was aber ist, wenn der betreffende Mitarbeiter sich bis dahin (oder noch länger) in Urlaub befindet, von der Kündigung also nichts weiß und deswegen auch nicht klagt?

Wann die Kündigung im Urlaub als zugestellt gilt

Hierzu sollten Sie wissen: Die Kündigung geht dem Arbeitnehmer mit dem Einwurf des Kündigungsschreibens in seinen Hausbriefkasten zu. Das gilt selbst dann, wenn Sie wissen, dass Ihr Arbeitnehmer sich zu der Zeit im Urlaub befindet. Deshalb muss ein Arbeitnehmer bei urlaubsbedingter Abwesenheit grundsätzlich auch die gesetzliche Klagefrist von 3 Wochen zwischen Kündigung und Klageerhebung einhalten! Wenn der Arbeitnehmer vor Urlaubsantritt aber nicht mit einer Kündigung zu rechnen brauchte, ist seine Kündigungsschutzklage auf seinen Antrag hin nachträglich zuzulassen (§ 5 Abs. 1 S. 1 KSchG; vgl. LAG Nürnberg, 23. 8. 2005, 6 Ta 136/05). Im Ergebnis ist es dann so, als hätte der Arbeitnehmer rechtzeitig geklagt.

Oder anders herum:

Die Klage ist dann nicht nachträglich zuzulassen, wenn Ihr Arbeitnehmer keine Vorkehrungen für eine rechtzeitige Klageeinreichung getroffen hat, obwohl er konkret mit dem Zugang einer Kündigung während des Urlaubs rechnen musste.

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