Gratis-Download

In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

Jetzt downloaden

Kündigung: So berechnen Sie die Abfindungshöhe, wenn das Gesetz nichts vorgibt

0 Beurteilungen
Arbeitsrecht Kuendigung

Von Günter Stein,

Wenn Sie sich von einem Mitarbeiter betriebsbedingt trennen, können Sie ihm nach § 1a KSchG eine Abfindung von 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses anbieten.

Im Gegenzug verzichtet der Arbeitnehmer darauf, Kündigungsschutzklage zu erhaben. So weit, so gut. Was aber, wenn kein Fall nach § 1a KschG vorliegt? Dann gilt zunächst einmal: Die Höhe der Abfindung ist dann grundsätzlich Verhandlungssache. Ich empfehle Ihnen aber auch hier als Orientierung die Regelung in § 1a KSchG heranzuziehen und pro Beschäftigungsjahr 0,5 Bruttomonatsverdienste anzubieten.

Kündigung: Höhe der Abdingung nach oben oder unten korrigieren

Je nach Erfolgsaussichten einer alternativen Kündigung, der Länge einer sonst einzuhaltenden Kündigungsfrist etc. können Sie die Höhe der Abfindung auch nach unten oder oben korrigieren. Vor allem in Sozialplänen gibt es zum Teil erhebliche Änderungen nach oben. Sind Sie sich bei der Ermittlung der Höhe der Abfindung immer noch unsicher, dann wenden Sie sich ruhig „mutig“ an „Ihr“ Arbeitsgericht und fragen Sie dort nach, welche Abfindungspraxis dort üblich ist. Fragen Sie am besten bei der Rechtsantragsstelle nach.

Kündigung: Erfolgsaussichten entscheidend für Abfindungshöhe

Aber nicht vergessen: Für die Höhe spielen natürlich auch die Erfolgsaussichten im Streitfall eine Rolle. Betrachten Sie die so genannte Regelabfindung „0,5 Bruttogehälter pro Beschäftigungsjahr" immer als Faustformel. Sehen Sie sich das Arbeitsverhältnis aber näher an:

  • War es besonders kurz oder besonders lang?
  • Wie alt ist der Arbeitnehmer?
  • Wie stehen die Chancen des Arbeitnehmers auf eine neue Stelle auf dem Arbeitsmarkt?
  • Und vor allem: Wie groß ist Ihr Prozessrisiko?

Kündigung: Bei der Abfindung lieber etwas tiefer ansetzen

Anhand dieser Kriterien können Sie dann nach oben oder unten abweichen. Vor dem Arbeitsgericht läuft es meist so, dass Ihr Arbeitnehmer eine hohe Abfindung fordert und Sie mit Ihrem Angebot meist darunter liegen. Die Arbeitsrichter schlagen dann meist vor, sich in der Mitte zu treffen. Stapeln Sie also auch ruhig erst mal ein bisschen tief!

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
41 Beurteilungen
13 Beurteilungen
58 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Neueste Rechtsentscheidungen mit Empfehlungen für Ihre Personalarbeit

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Die neuesten Arbeitsrecht-Urteile und was diese für Ihre Arbeit bedeuten