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Kündigung und Rückzahlung von Weihnachtsgeld – Das müssen Sie wissen

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Arbeitsrecht Kuendigung

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben auch im letzten Jahr wieder freiwillig Weihnachtsgeld bezahlt. Nun hat eine Mitarbeiterin ihren Job gekündigt.

Wir sind der Meinung, dass sie nun das Weihnachtsgeld, mit dem wir die betriebliche Treue belohnen wollen, zurückzahlen muss. Die Arbeitnehmerin sieht das aber anders. Wie sieht die Rechtlage aus?

Kündigung: Rückzahlungspflicht von Weihnachtsgeld nur bei entsprechender Vereinbarung

Die Antwort: „Wer kündigt, muss sein Weihnachtsgeld zurückzahlen“. Diese „Erkenntnis“ spukt in so manchem Internetforum herum. Und darauf beruft sich auch mancher Arbeitgeber, wenn ein Beschäftigter kurz nach Weihnachten die Kündigung einreicht. Aber: Diesem Verlangen müssen die Arbeitnehmer nur nachkommen, wenn sie mit dem Arbeitgeber eine Rückzahlungspflicht vereinbart haben!

Kündigung: Weihnachtsgeld muss zur Rückzahlung mindestens die Höhe eines Monatsgehalts haben

Das heißt: Wenn Sie als Arbeitgeber die Auszahlung des Weihnachtsgeldes mit einer Rückzahlungsverpflichtung für den Fall, dass ein Arbeitnehmer das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt, vereinbart haben, können Sie das Weihnachtsgeld zurückfordern. Aber wirklich auch nur dann.

Achtung: Um mit dem Weihnachtsgeld eine Rückzahlungspflicht wirksam zu verbinden, muss das Weihnachtsgeld mindestens in Höhe eines Monatsgehalts gezahlt werden und der Arbeitnehmer darf nicht länger als bis zum 31.3. gebunden sein, bzw. wenn er länger gebunden wird, muss das Weihnachtsgeld entsprechend höher ausfallen.

Kündigung: Bei höherem Weihnachtsgeld ist längere Rückzahlungspflicht möglich

Beispiel: Haben Sie einem Beschäftigten ein Weihnachtsgeld in Höhe von 2 Monatsgehältern gezahlt, können Sie von ihm sogar verlangen, dass er bis zum 30.9. im Betrieb bleibt, sofern er die gesamte Gratifikation behalten möchte. Für den Fall, dass ein Arbeitnehmer bei einer entsprechenden Rückzahlungsvereinbarung früher ausscheidet, können Sie als Arbeitgeber folgende Teilbeträge verlangen:

  • bis zum 31.3. = 1,5 Monatsgehälter,
  • bis zum 30.6. = 1 Monatsgehalt,
  • bis zum 30.9. = 0,5 Monatsgehälter.

Beachten Sie: Die Rückzahlung eines Weihnachtsgelds in Höhe von 100 € kann nicht rechtswirksam vereinbart werden.

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