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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Kündigung: Wenn der gegnerische Anwalt die Klagefrist versäumt…

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Von Günter Stein,

…dann können Sie sich die Hände reiben; denn Sie sind aus dem Schneider! Der Fall: Ein Arbeitgeber hatte einem Arbeitnehmer mit Schreiben vom 25.9.2007 zum 31.10.2007 gekündigt.

... dann können Sie sich die Hände reiben; denn Sie sind aus dem Schneider!

Kündigung: Anwalt hatte die Klageeinreichung versäumt

Der Fall: Ein Arbeitgeber hatte einem Arbeitnehmer mit Schreiben vom 25.9.2007 zum 31.10.2007 gekündigt. Das Schreiben war dem Mitarbeiter am 26.9.2007 zugegangen. 2 Tage später ging der Arbeitnehmer zum Anwalt und erteilte ihm den Auftrag, Kündigungsschutzklage zu erheben. Anfang November 2007 kam dann heraus, dass der Anwalt die Klageeinreichung versäumt hatte. Der Arbeitnehmer wechselte nun den Anwalt. Der reichte nun die Kündigungsschutzklage nach; dies verband er mit dem Antrag auf nachträgliche Klagezulassung.

Kündigung: Mitarbeiter muss sich versäumte Frist zurechnen lassen

Das Urteil: Der Arbeitnehmer fiel damit durch. Der erste Anwalt hat die Klagefrist versäumt; und das muss sich der Mitarbeiter zurechnen lassen (BAG, 11.12.2008, 2 AZR 472/08).

Kündigungsschutzklage nur innerhalb von drei Wochen möglich

Fazit: Eine Kündigungsschutzklage muss der Arbeitnehmer immer innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim Arbeitsgericht erheben. Tut er das nicht, ist die Kündigung von Anfang an wirksam. Eine Ausnahme wird nur für den Fall gemacht, dass dem Arbeitnehmer trotz Anwendung aller ihm nach den Umständen zuzumutenden Sorgfalt eine rechtzeitige Klageerhebung beim Arbeitsgericht nicht möglich ist. Dann kann er noch 2 Wochen nach Wegfall des Hindernisses einen Antrag auf nachträgliche Klagezulassung stellen. Hieran werden aber strenge Anforderungen gestellt. Versäumt der Anwalt Ihres Arbeitnehmers die Frist, dann muss sich der Arbeitnehmer dieses Verschulden zurechnen lassen.. Der Mitarbeiter hat dann eventuell Schadensersatzansprüche gegen seinen Anwalt; aber die Kündigung bleibt trotzdem wirksam.

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