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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Kündigung: Zeiten als Leiharbeitnehmer zählen beim Kündigungsschutz nicht mit

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Arbeitsrecht Kuendigung

Von Günter Stein,

Es ist in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen – und wird wohl auch in Zukunft in vielen Unternehmen wieder vorkommen: Nachdem sich ein Leiharbeitnehmer im Unternehmen bewährt hat, wird er übernommen.

Nun kann es natürlich passieren, dass irgendwann die Trennung doch unvermeidlich ist – oder sich der Mitarbeiter von sich aus verändern will. Dann lautet die Frage: Werden bei der Berechnung der Kündigungsfristen – oder bei der Frage nach dem Kündigungsschutz – die Zeiten als Leiharbeitnehmer mitgezählt, oder nicht?

Kündigung: Zeit als Leiharbeiter zählt nicht zur Beschäftigungszeit

Ein neues Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz liefert die Antwort. Denn die Richter haben klar entschieden: Übernehmen Sie als Arbeitgeber einen Leiharbeiter als eigenen Mitarbeiter, so wird die Zeit als Leiharbeiter nicht auf die Beschäftigungszeit bei Ihnen angerechnet. So der Inhalt des am Montag bekannt gewordenen Urteils.

Kündigung: Arbeitnehmer war zuvor als Leiharbeiter tätig

Die Begründung der Richter: Rechtlich betrachtet besteht während der Zeit der Leiharbeit nur zwischen dem Mitarbeiter und dem entleihenden Unternehmen ein Arbeitsverhältnis. Daran ändert die spätere Übernahme des Leiharbeiters durch den bisherigen Beschäftigungsbetrieb nichts. Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der zunächst für mehrere Monate als Leiharbeiter im Unternehmen tätig war, bevor er dort einen festen Arbeitsvertrag erhielt. Doch knapp sechs Monate später kündigte ihm der Arbeitgeber aus gesundheitlichen Gründen. Der Arbeitnehmer wollte die Probezeitkündigung verhindern und argumentierte erfolglos, die Beschäftigungszeit als Leiharbeitnehmer sei mit zu berücksichtigen. „Stimmt nicht“, so die Richter in ihrem Urteil, das nicht zur Revision zugelassen ist (Az.10 Sa 486/08).

Kündigung: Rechtssicherheit bei Berechnung von Kündigungsfristen

Fazit: Wenn Sie Leiharbeitnehmer übernehmen, haben Sie, mit diesem Urteil im Nacken, nun Rechtssicherheit bei der Berechnung von Kündigungsfristen. Das sorgt für Klarheit – auf beiden Seiten.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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