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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Na, wie viel Montagskranke gibt es denn HEUTE bei Ihnen?

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Von Günter Stein,

Freitags- und Montagskranke sind ein Ärgernis der besonderen Art. Denn sie sind Gift für die Motivation aller anderen Mitarbeiter und verleiten einsatzbereite Kollegen zum gleichen Verhalten.

 

Ohne entsprechende Vorkehrungen ist es für Sie als Arbeitgeber allerdings schwer, einen Mitarbeiter, der immer wieder 1 oder 2 Tage fehlt, wegen einer vorgetäuschten Krankheit zur Rechenschaft zu ziehen. Grundsätzlich müssen Sie nämlich beweisen, dass Ihr Mitarbeiter nicht wegen Fieber, sondern aus Faulheit zu Hause geblieben ist – und das fällt in der Praxis schwer.
Aber das ist noch nicht alles: Können Sie Ihrem Mitarbeiter nämlich nicht nachweisen, dass er aus Lustlosigkeit nicht zur Arbeit erschienen ist, müssen Sie im Falle mehrfacher Kurzerkrankungen erst nachweisen,

  • dass Ihr Mitarbeiter krankheitsanfällig ist und auch in Zukunft mit weiteren Kurzerkrankungen zu rechnen ist (so genannte negative Gesundheitsprognose) und
  • dass Ihnen als Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung des Mitarbeiters aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist (unter anderem ArbG Frankfurt am Main, Urteil vom 20.09.2006, Aktenzeichen: 7 Ca 1619/06).

 

 

Einfacher können Sie es sich machen, wenn Sie Ihre Mitarbeiter verpflichten, nicht erst nach dem 3. Krankheitstag, wie es § 5 Absatz 1 Satz 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) erlaubt, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („gelber Schein“) einzureichen, sondern bereits am 1. Krankheitstag.
Haben Sie keinen Betriebsrat, können Sie dies ebenfalls über Ihr Direktionsrecht als Arbeitgeber einfach verfügen und bekanntmachen. Besteht ein Betriebsrat, brauchen Sie nach § 87 Absatz 1 Nr. 1 BetrVG wiederum dessen Zustimmung, sofern Sie diese Maßnahme nicht nur gegenüber einem einzelnen Mitarbeiter verhängen. Hierzu aber sind Sie übrigens berechtigt. Auch nach einem nur einmaligen Fehlverhalten (LAG Köln, Urteil vom 14.09.2011, Az. 3 Sa 597/11).
Verstößt Ihr Mitarbeiter dann gegen die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem 1. Krankheitstag, können Sie ihn zunächst abmahnen und im Wiederholungsfall eine Kündigung aussprechen.

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