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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Richtige Maßstäbe für Kündigung alkoholkranker Mitarbeiter

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Arbeitsrecht Kündigung

Von Günter Stein,

Welche Maßstäbe müssen Sie als Arbeitgeber anlegen, wenn Sie einen alkoholkranken Mitarbeiter entlassen möchten?

Nun liegt ein weiteres Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vor, das sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt (Urteil vom 27.03.2008; Az. 10 Sa 669/07)

Kündigung eines alkoholkranken Mitarbeiters - Der Fall

Ein alkoholkranker Arbeitnehmer war als Holzwerker beschäftigt und bediente dabei auch eine Schneidemaschine. Nachdem er wiederholt und trotz entsprechender Abmahnungen alkoholisiert am Arbeitsplatz erschienen war, kündigte ihm der Arbeitgeber. Der Mitarbeiter zog vor das Arbeitsgericht. Er hielt die Kündigung für sozial nicht gerechtfertigt. Schließlich wäre er krank und würde sich bemühen, seine Alkoholkrankheit in den Griff zu bekommen.

Kündigung eines alkoholkranken Mitarbeiters - Die Entscheidung

Die Klage des Arbeitnehmers blieb ohne Erfolg. Denn: Bei einer Alkoholsucht ist eine Kündigung sozial gerechtfertigt, wenn

  • zum einen nicht mit einer Verbesserung des Gesundheitszustands zu rechnen ist, und
  • zum anderen die Weiterbeschäftigung Ihre betrieblichen Interessen als Arbeitgeber erheblich beeinträchtigt.

Erschwerend kam hinzu: Für den Arbeitnehmer hat das Gericht wenig Chancen gesehen. Denn er hat sich bisher nicht um eine Therapie bemüht. Ferner ist es schon aus Gründen des Unfallschutzes für den Arbeitgeber nicht hinnehmbar, ihn weiter zu beschäftigen .

Tipp: Nicht immer gehen Kündigungen bei Alkoholkrankheit so „glatt“ durch wie bei diesem Arbeitgeber. Doch andererseits gilt: Alkohol am Arbeitsplatz ist ein Problem, dem Sie als Arbeitgeber mit aller Entschiedenheit entgegentreten müssen. Alkoholisierte Mitarbeiter gefährden nicht nur die betriebliche Sicherheit, sondern sind auch ein schlechtes Beispiel für Kollegen. In vielen Betrieben besteht deswegen bereits ein betriebliches Drogen- und Alkoholverbot. Existiert in Ihrem Betrieb noch kein generelles Verbot zum Drogen- und Alkoholkonsum am Arbeitsplatz, sollten Sie es einführen. Haben Sie keinen Betriebsrat, können Sie dies ganz leicht durch eine Erklärung tun, die Sie allen Mitarbeitern zur Kenntnisnahme vorlegen. Auch neuen Mitarbeitern können Sie diese Erklärung mit dem Arbeitsvertrag zur Unterschrift vorlegen.

 

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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