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Scheißhaufen und Scheißleben: Beleidigungen des Arbeitgebers

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Von Arno Schrader,

Die Frage: Herr Schrader, Social Media ist natürlich auch bei uns im Betrieb und in unserer Personalabteilung ein großes Thema. Gerade unsere Auszubildenden haben jedoch nicht immer das entsprechende Gespür dafür, was erlaubt ist und was nicht. Haben Sie vielleicht einmal ein Urteil, mit dem wir unseren Auszubildenden ihre Grenzen aufzeigen können?

Die Antwort: Selbstverständlich gibt es so etwas. Ich habe sogar zwei Urteile für Sie, in denen es um Beleidigungen auf Facebook geht:
In einem Fall des Landesarbeitsgerichts Hamm postete ein Auszubildende auf Facebook, er sei ein „Leibeigener“ seines Arbeitgebers und über seine Arbeit: „dämliche Scheiße für Mindestlohn minus 20 %“ (Urteil vom 10.10.2012, Az.: 3 Sa 644/12).

Das Arbeitsgericht Hagen hatte einen Fall zu beurteilen, in dem ein Mitarbeiter auf Facebook folgendes veröffentlicht hatte:

„hi XY, mir geht's gut, und ich hoffe Dir auch. Habe mich über diesen scheiss Z geärgert hat mir zwei abmahnungen gegeben innerhalb von drei monaten wegen rauigkeit. Diesen kleinen scheisshaufen mache ich kaputt, werde mich beschweren über diesen wixxer bin 32jahre hier dabei und so ein faules schwein der noch nie gearbeitet hat in seinem scheissleben gibt mir zwei abmahnungen, da hat er sich im falschen verguckt diese drecksau naja sag mal bis bald“

Der Arbeitnehmer hatte bei Facebook 70 Freunde, von denen mehr als die Hälfte Arbeitskollegen oder ehemalige Arbeitskollegen waren (Urteil vom 16.05.2012, Az.: 3 Ca 2597/11).
In beiden Fällen haben die Arbeitsgerichte die ausgesprochene Kündigung des Arbeitgebers als sozial gerechtfertigt angesehen. Weisen Sie Ihre Auszubildenden und auch alle anderen Arbeitnehmer Ihres Betriebs darauf hin, dass Beleidigungen des Arbeitgebers auch im Internet nicht hingenommen werden können und die Kündigung droht.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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