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Steuern und Sozialversicherung bei Abfindungen

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Von Günter Stein,

Abfindungen sind in vollem Umfang steuerpflichtig. Allerdings werden sie in der Regel nach der sogenannten Fünftelregelung begünstigt besteuert (§§ 34, 39b Abs. 3 Satz 9 EStG). D. h., die Abfindung wird steuerlich so behandelt, als würde sie über 5 Jahre verteilt ausgezahlt - auch wenn das tatsächlich auf einen Schlag geschieht.

Um sicherzustellen, dass die Fünftelregelung angewandt wird, müssen Sie die Abfindung aber innerhalb eines Kalenderjahres auszahlen.
Eine Ausnahme gilt für vorübergehende Zusatzleistungen, die Sie aus sozialer Fürsorge gewähren und die weniger als 50 % der Hauptabfindung betragen (z.B. Weiterbenutzung des Dienstwagens, befristete Übernahme von Versicherungsbeiträgen oder Zuschüsse zum Arbeitslosengeld). Diese Zusatzleistungen sind auch noch später möglich, ohne die Anwendung der Fünftelregelung für die „Hauptabfindung“ zu gefährden (BStBl I 2004, Seite 633). Die späteren Zusatzleistungen werden aber in jedem Fall regulär ohne Fünftelregelung versteuert.

Tipp: Vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter, dass Sie die Abfindung ganz oder teilweise in eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse einzahlen, ist die Zahlung für Ihren Mitarbeiter in bestimmten Grenzen steuerfrei (§ 3 Nr. 63 EStG): Maximal steuerfrei sind 1.800 € multipliziert mit der Zahl der Kalenderjahre, in denen das Arbeitsverhältnis bestanden hat. Hiervon abgezogen wird der Betrag, den Sie im laufenden und den 6 vorangegangenen Jahren bereits steuerfrei in eine derartige betriebliche Altersversorgung eingezahlt haben. Dabei werden jeweils nur Zeiten ab 2005 (einschließlich) berücksichtigt.
In eine Direktversicherung, die Sie nach altem Recht mit 20 % pauschal versteuern, können Sie pro Beschäftigungsjahr 1.752 € pauschal versteuert einzahlen – und zwar für die gesamte Dauer. Die Einzahlungen der letzten 6 Jahre müssen Sie aber auch hier abziehen.

Sozialversicherung

In der Sozialversicherung sind Abfindungszahlungen in voller Höhe beitragsfrei. Vorausgesetzt, es handelt sich um eine „echte Abfindung“. Zahlungen, auf die Ihr Mitarbeiter ohnehin Anspruch gehabt hätte (z.B. anteilige Tantieme oder Gratifikation), sind also auch dann beitragspflichtig, wenn Sie sie in die Abfindung hineinrechnen. Da Sie als Arbeitgeber Beitragsnachzahlungen in der Regel allein tragen, sollten Sie hier sauber trennen.

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